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KapitaleBibliothek

Agnes Martin

Aus dem Englischen
von Angelika Franz
416 Seiten
43 Abb., davon 36 in Farbe
Hardcover mit Schutzumschlag
KapitaleBibliothek Nr. 18
Format 17,6 × 24,7 cm
ISBN 978-3-905799-38-5
€ 34.00 [D] / € 35.00 [A] / CHF 38.00
Erscheint Ende September 2016

Nancy Princenthal:

Agnes Martin

Ihr Leben und Werk



Endlich liegt sie vor, die langersehnte, ausführliche Biografie zur amerikanischen Jahrhundert-Künstlerin Agnes Martin (1912–2004)!
Wie hat diese ungewöhnliche Frau gelebt? Wie fand Agnes Martin, die oft als ebenso spröde wie anziehend beschrieben wurde und in hohem Maße auf Autonomie bedacht war, ihren Weg als Malerin? Weshalb verließ sie New York und ihre Freunde (Künstler wie Jasper Johns, Ellsworth Kelly und Ad Reinhardt) schon in jungen Jahren und verzichtete trotz erster Malerfolge jahrelang auf jegliche Kunsttätigkeit? Stattdessen zog sie mit einem Pick-up Truck kreuz und quer durch die USA, bis sie schließlich ihr Zuhause fand: In der Wüste von New Mexiko erbaute sie sich ein Adobe-Haus, in einer Umgebung, die flirrend, leer, magisch und leuchtend ihr zur Inspiration verhalf, Bilder von äußerster Reduktion, Minimalität und Transzendenz zu entwickeln: Flächen, hinter denen sie – die auf Ego-Losigkeit bedachte Buddhistin – verschwinden konnte.
Nancy Princenthal gelingt es dank neu erschlossener Quellen erstmals, Werk und Person in einem klug ausgeleuchteten Bogen zu verschränken, sodass sich beides gegenseitig erhellt. Sie lässt Zeitgenossen und Wegbegleiter von Agnes Martin zu Wort kommen und betrachtet eingehend ihre Lebensorte als Kind, Studentin und Künstlerin. Der sehr anschaulich geschriebene Text gibt auf diskrete Weise Antworten auf die schwierigen Fragen nach dem Woher und Wie dieser außergewöhnlichen Frau – einer Künstlerin, die in der Kunst des 20. Jahrhunderts tatsächlich Einmaliges, Neues und Großes geleistet hat.


Mit dem PEN Award for Biography als
»Beste Biografie des Jahres 2016« ausgezeichnet!



Zur Autorin: Prof. Dr. Nancy Princenthal ist eine sehr angesehene US-amerikanische Hochschullehrerin, Autorin und Kunstkritikerin, die sich vor allem mit Künstlerinnen und Feminismus beschäftigt. Bücher, die sie jüngst mitherausbrachte wie The Reckoning: Women Artists of the New Millennium (München: Prestel 2014) und After the Revolution: Women Who Transformed Contemporary Art (München: Prestel 2013) gelten als Standardwerke. Sie unterrichtete u.a. an der Princeton University, der Yale University, an der Rhode Island School of Design und schreibt regelmäßig für Artforum, Parkett, The Village Voice und The New York Times sowie für Art in America, wo sie lange als Senior Editor gewirkt hat. Sie lebt in New York.


»Ich hoffe, ich habe deutlich gemacht, dass es in der Arbeit um Vollkommenheit geht, so wie wir sie uns vorstellen, dass aber die Bilder weit entfernt davon sind, vollkommen zu sein – tatsächlich sind sie ganz fern davon, so wie wir selber.«

AGNES MARTIN




Pressestimmen:


»STILLE IKONE, NEU ERZÄHLT
Jahrelang hat die Autorin Nancy Princenthal Weggefährten der 2004
verstorbenen Martin besucht und interviewt. Herausgekommen ist die mit dem
PEN/Jacqueline Bograd Weld Award for Biography ausgezeichnete Biografie des Jahres: ein detaillierter Einblick in das tragische Leben der Künstlerin, gezeichnet von Schizophrenie, heimlicher Homosexualität und einzigartigem kreativem Ausdruck.«
Harper's Bazaar, Deutschland


Aus dem Englischen
von Hans-Christian Oeser
Mit einem Nachwort
von Piet Meyer
Ca. 500 Seiten
Ca. 120 Abb., davon 75 in Farbe
Leinenbezogene Broschur
KapitaleBibliothek Nr. 17
Format 17 × 22 cm
ISBN 978-3-905799-37-8
€ 28.40 [D] / € 29.20 [A] / CHF 32.00
Erscheint im Oktober 2016

Virginia Woolf:

Roger Fry

Eine Biografie



Virginia Woolf (1882–1941) hat oft betont, wie viel sie Roger Fry (1866–1934) verdankte – dem englischen Kunstkritiker, Kurator, Maler und Freund. Durch ihn lernte sie die Kunst von Cézanne, Matisse und Picasso kennen. Deren Modernität sollte ihre spätere Romanarbeit nachhaltig beeinflussen. Gegen Ende ihres Lebens verfasste sie die Biografie ihres Freundes: Roger Fry – A Biography, eine Arbeit, die im deutschsprachigen Raum nie zur Kenntnis genommen wurde. 1940 als erste Biografie über den mehrfach Begabten erschienen, umfasste sie bereits im Original 307 Seiten; von Spezialisten wird sie nach wie vor als die beste Fry-Biografie gerühmt.
Man lernt darin einen begabten und vielseitigen Mann kennen. Die Engländer sehen in Fry bis heute ihren wichtigsten Kunstkritiker neben John Ruskin; ein Autor, von dem – man mag es kaum glauben – keine Schriften je ins Deutsche übertragen worden sind. Virginia Woolf tat sich mit dieser Arbeit schwer. Sie war es gewohnt, fiktive Szenarien zu entwerfen. Hier musste sie Kärrnerarbeit leisten, Fakten zusammentragen und sich an sie halten. Es war die erste (und letzte) nicht-fiktive biografische Studie, die sie vorlegte – sie, die zuvor mit Fiktional-Biografien wie Orlando (1928) und poetischen Anti-Biografien wie Flush (1933) berühmt geworden war.
Dieses Werk legen wir nun – erstaunlich, aber wahr! – zum ersten Mal auf Deutsch vor. Da Roger Fry auch malte, haben wir den Band reichhaltig illustriert: mit Farbabbildungen nach seinen Gemälden und natürlich mit Fotos, die ihn selbst zeigen. Man entdeckt auf diese Weise etwas sehr Altmodisches, sehr Englisches, sehr Sympathisches: einen Menschen, der auf unverkrampfte Weise sowohl ein uomo universale als auch ein Mann mit Herz sein wollte – und dem dies, wie wir mit Virginia Woolf finden, auch immer wieder gelang!
Ins Deutsche übertragen hat dieses wichtige Buch der renommierte Mark Twain- und Virginia Woolf-Übersetzer Hans-Christian Oeser.
Gelegenheit zu sagen: It’s never too late for discoveries!

Zum 150. Geburtstag von Roger Fry am 14. Dezember 2016!



Erstmals auf Deutsch!




»Bitte werde tausend Jahre alt! Du kannst Dir nicht vorstellen, wie viel Du uns allen bedeutest!«

VIRGINIA WOOLF, Brief an Roger Fry



Bild und Text

Herausgegeben von Michael Glasmeier
und Alexander Roob
Aus dem Englischen von
Jan-Frederik Bandel und mit einem
Nachwort von Alexander Roob
Ca. 300 Seiten
Ca. 125 Abb., davon 90 in Farbe
Leinenbezogene Broschur
KapitaleBibliothek Nr. 16
Format 15,5 × 24,5 cm
ISBN 978-3-905799-35-4
€ 28.40 [D] / € 29.20 [A] / CHF 32.00
Erscheint im November 2016

Henry James:

Bild und Text



1893 erscheint bei Harper and Brothers in New York ein Buch mit dem lapidaren Titel Picture and Text. Sein Autor Henry James (1843–1916) publiziert in den hauseigenen illustrierten Zeitschriften Harper’s Magazine und Harper’s Weekly, und was er für diese Buchveröffentlichung aus seinen Texten auswählt, hat es in sich. Henry James ist bereits der gefeierte Autor großer Romanwerke, daneben verfasst er Kurzgeschichten, Reisebeschreibungen und Feuilletontexte für Magazine. Zur Bebilderung von Romanszenen sowie für Porträts und Landschaften beschäftigen seine Auftraggeber zahlreiche Illustratoren – diesem Metier und dem Lob der Schwarz-Weiß-Abbildung widmet sich Henry James nun in Picture and Text, und das nicht nur als Feuilletonist, sondern auch als persönlicher Freund.
Für Liebhaber und Kenner des Schriftstellers ist diese bisher kaum beachtete Schrift unersetzlich, wird hier doch das journalistisch-künstlerische Milieu jener Zeit greifbar. Henry James, dem der Roman ein Bild ist, der die Werke der Kunstgeschichte wie selbstverständlich verlebendigt, beschreibt den Reichtum und die Technik des Illustrativen von Honoré Daumier, John Singer Sargent und den Künstlern um Harper’s. Er bietet damit Bausteine für eine nach wie vor fehlende Illustrationstheorie zur Kunst und Publizistik um die Wende des 20. Jahrhunderts und positioniert sich als feinfühliger Sprachstilist zwischen Realismus und Impressionismus.
Der 100. Todestag des einflussreichen Schriftstellers ist Anlass genug, dieses Werk erstmalig in deutscher Sprache vorzulegen und es aus den Beständen des Düsseldorfer Melton Prior Instituts reichhaltig zu illustrieren. Das meiste Material dürfte heute unbekannt sein.
Der große Kenner der Illustrationsgeschichte Alexander Roob kommentiert die deutsche Erstausgabe ausführlich, den Kunsthistoriker Michael Glasmeier beschäftigt die Bildmanie des Schriftstellers. Die Übersetzung stammt vom Literaturwissenschaftler und Henry James-Übersetzer Jan-Frederik Bandel.

Zum 100. Todestag von Henry James am 28. Februar 2016 (nachgereicht)

Zu Übersetzer, Herausgeber und Nachwortautor: Jan-Frederik Bandel, 1977 in Wuppertal geboren, lebt als freier Autor, Comictexter, Dozent, Lektor, Registermacher und Übersetzer am Waldrand südlich von Hamburg; er lehrt an der Hochschule für Künste Bremen (www.jfbandel.de). Michael Glasmeier, 1951 in Bochum geboren, ist Professor für Kunstwissenschaft an der Hochschule für Künste Bremen. Er ist Essayist, Publizist und Ausstellungskurator. Alexander Roob, geboren 1956 in Laumersheim, arbeitete zuerst als Comiczeichner und Kirchenmaler, bevor er 2005 das Melton Prior Institut in Düsseldorf gründete. Er unterrichtet Freie Grafik und Malerei an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart.


Zum ersten Mal auf Deutsch!



»Höchste Zeit, dass die Deutschen diesen Henry James richtig entdecken!« Alexander Cammann, DIE ZEIT

»Er wird weiterleben mit jeder Zeile, jedem noch so kleinen Werkchen, mit allen Romanen, Erzählungen, Essays, Reisebeschreibungen, Aufzeichnungen!«
Paul Ingendaay, FAZ



»Denn schon nach wenigen seiner makellosen Sätze werden sich die allermeisten von Ihnen fassungslos fragen – so wie ich mich fassungslos gefragt habe –, wie es passieren konnte, dass Sie diesen Autor von Weltrang nicht schon vor Jahren verschlungen haben.«
Alexander Cammann, DIE ZEIT

Frank Auerbach

396 Seiten
93 Abbildungen, davon 89 in Farbe
Halbleinenband
KapitaleBibliothek Nr. 15
Format 16,5 × 24 cm
ISBN 978-3-905799-29-3
€ 34.00 [D] / € 35.00 [A] / CHF 38.00

Invar-Torre Hollaus:

Frank Auerbach



Ein Mann, der sich, wie es heißt, alle paar Wochen sechzehn Fünf-Liter-Kanister Ölfarbe ins Atelier in Camden Town im Norden Londons liefern lässt, und das bis heute, seit über 60 Jahren: Was hat er daraus geschaffen?
Frank Auerbach gilt neben Francis Bacon und Lucian Freud als einer der wichtigsten britischen Maler seiner Generation. Geboren 1931 in Berlin, kann er, im Gegensatz zu seinen Eltern, den Nazis entkommen und in England eine neue Heimat finden. Entstanden ist seither ein äußerst eigenwilliges Werk, das über sperrige Qualitäten verfügt.
Auerbach steht in der Tradition Cézannes. Wie dieser vor den Äpfel-Stillleben oder dem Montagne Sainte-Victoire, ist er an der Wahrheit des Gesehenen interessiert. Hier bietet Invar-Torre Hollaus mit seiner Arbeit eine kluge, sensible und sehr inspirierte Seh-Anleitung. Er kennt sich in bildtheoretisch-philosophischen Fragen exzellent aus, transzendiert diese jedoch, weil er – wie der Künstler – hauptsächlich am SEHEN interessiert ist.
Frank Auerbach wird in angelsächsischen Ländern sehr geschätzt. Die Londoner Times bezeichnete ihn jüngst »als unseren größten lebenden Maler«. Im deutschsprachigen Raum dagegen ist er verhältnismäßig unbekannt, sein Werk harrt hier noch der Entdeckung, so wie das vor Jahren mit Lucian Freud und Francis Bacon der Fall war. Die Monografie von Invar-Torre Hollaus schließt da eine zentrale Lücke.

Zum 85. Geburtstag von Frank Auerbach am 29. April 2016!

Zum Autor: Invar-Torre Hollaus (geb. 1973) ist Kunsthistoriker mit deutschösterreichischen Wurzeln. Er hat bei Gottfried Boehm promoviert, lebt in Basel und unterrichtet Bildgeschichte, -theorie und -gattungsfragen am Institut Visuelle Kommunikation der dortigen Hochschule für Gestaltung und Kunst. Er ist auch als Buchautor, Kunstvermittler, Kurator und Kunstkritiker tätig.


David Bowie, dessen Kunstsammlung am 10. und 11. November 2016 bei Sotheby’s in London versteigert wird, war ein grosser Freund des Werks von Frank Auerbach. Zum Auerbach-Bild Head of Gerda Boehm (in seiner Sammlung, 1965) sagte er:

»My God, yeah!
I want to sound like that looks!«


Kann ein Musiker grösseres Lob aussprechen?

Siehe diesen Link: David Bowie’s Art Collection to Be Auctioned – artnet News
(Wir danken Manfred Cuny, Basel, der uns auf das Zitat aufmerksam gemacht hat.)



»Frank Auerbach hat die Eigenschaften, die einem Künstler Größe geben – Furchtlosigkeit; eine tiefe Originalität; völliges Aufgehen in dem, was ihn gepackt hat; vor allem aber: Strenge und Souveränität in seinen Formen und Farben.«

DAVID SYLVESTER



»Malerei ohne Auerbach zu denken
hat keine Zukunft!«
EBERHARD HAVEKOST



»Auerbach sucht wie kaum ein anderer, vergleichbar vielleicht mit seinen Kollegen Leon Kossoff, van Gogh oder Eugène Leroy. Es geht hier um existenziell notwendige Suche nach tiefer Wahrhaftigkeit, nach tiefer Schönheit.«

HELMUT FEDERLE



»Ich habe viele Verbeugungen vor
Frank Auerbach gemacht!«
GEORG BASELITZ



»Heute machen wir aus Malern, die noch an der Kunstschule sind, Helden, aber es gibt in diesem Land nur einen Nachkriegsmaler, Frank Auerbach, der in meinen Augen vor seinem 25. Lebensjahr so viel erreicht hat wie Francis Bacon.«

DAVID SYLVESTER



Pressestimmen:


»Wohl das aufschlussreichste Auerbach-Buch überhaupt!«
Informationsdienst KUNST


»Eindringlich beschreibt Invar-Torre Hollaus den Künstler, der um Abstraktion und Figuration ringt. Spannend, was seine Porträtmodelle erzählen.«
Hamburger Morgenpost


»Selbstauskünfte von Künstlern sind für den Leser besonders spannend, geht es doch immer wieder ans Substantielle, das Handwerk, die Alltagssorgen, das Leben. Kunden, die Künstler auf diese Weise kennenlernen möchten, kann man auch die preiswerten Bände aus der NichtSoKleinenBibliothek des Piet Meyer Verlags mit auf den Weg geben. Darin erschienen sind spannende Gespräche mit
Louise Bourgeois oder Philip Guston. Im selben Verlag ist eben in der schön ausgestatteten KapitaleBibliothek-Reihe ein Buch über Frank Auerbach von
Invar-Torre Hollaus erschienen, basierend auf seiner Dissertation; dennoch gut lesbar. Und zugleich ein unwiderstehliches Angebot an Kunden, die bereits
Catherine Lamperts Band Frank Auerbach im Regal stehen haben [...].«
BuchMarkt

16 Klassiker der Kunstgeschichte

Mit Beiträgen
von John Elderfield,
Alexandra Gajewski, Boris Groys,
Paul Hills, David Summers u.v.a.
Aus dem Englischen von Sven Scheer
448 Seiten
56 Abbildungen
Klappenbroschur
KapitaleBibliothek Nr. 14
Format 14,9 × 20,5 cm
ISBN 978-3-905799-34-7
€ 22.00 [D] / € 22.70 [A] / CHF 25.00

Richard Shone und John-Paul Stonard (Hg.):

16 Klassiker der Kunstgeschichte

Von Ernst Gombrich bis Erwin Panofsky
Von Hans Belting bis Rosalind Krauss



Sind die Bilder von Henri Matisse veraltet, nur weil sie vor Jahrzehnten gemalt worden sind? Wenige würden hierauf mit Ja antworten. Ist eine Studie, welche die Werke von Matisse analysiert und über unbestreitbare Qualitäten verfügt, veraltet, nur weil sie vor bald 65 Jahren erschienen ist? Manche würden dies vermuten.
Es gibt Vermutungen, die falsch sind. Das zeigt – in vorliegender Anthologie – John Elderfield. Er hat das Opus von Alfred H. Barr: Matisse: His Art and His Public von 1951 neu gelesen. Barr, Gründungsdirektor des Museum of Modern Art in New York, war als Kunsthistoriker so begabt wie als Pädagoge. Diese Doppelbegabung erweist sich – auf heute noch begeisternde Weise – auch in seinem Matisse-Buch.

Vorliegende Publikation stellt 16 Klassiker der Kunstgeschichte aus den letzten hundert Jahren vor. Renommierte Kunsthistoriker, internationale Koryphäen ihres Faches, behandeln je eines der Werke. Sie gehen auf Genese und Kontext der Studien und auf die Vita ihrer jeweiligen Verfasser ein, geben aber auch der Frage Raum, ob der besprochene Klassiker heute noch Interesse beanspruchen darf. Richard Verdi etwa erinnert an die epochale – im deutschen Sprachraum fast unbekannte – Studie von Roger Fry: Cézanne: A Study of His Development von 1927. Boris Groys führt auf brilliante Weise in die ebenso brillianten Texte Clement Greenbergs in Art and Culture: Critical Essays (1961) ein. Der Harvard-Historiker Jeffrey Hamburger stellt Hans Beltings zentrales Werk Bild und Kult von 1990 vor. Geschichte muss, das ist ein Gemeinplatz, periodisch neu betrachtet werden. Das gilt auch für die Klassiker eines Faches. Manch Altes ist – manchmal zu Recht – vergangen. Doch gibt es auch Perlen, welche einer beglückenden Neuentdeckung harren. Diese Anthologie weist hier den Weg!

Zu den Herausgebern: Richard Shone ist Herausgeber der Zeitschrift The Burlington Magazine in London. Er hat zahlreiche Bücher über französische wie britische Kunst veröffentlicht. 1999 organisierte er die Ausstellung The Art of Bloomsbury in der Tate Gallery.
John-Paul Stonard war eine Weile Mitherausgeber von The Burlington Magazine. Auch er hat zahlreiche Bücher publiziert. Er war Gastdozent am Courtauld Institute of Art und schreibt regelmäßig für The Times Literary Supplement und für Artforum.


Pressestimmen:


»Einen extraweichen Liegestuhl brauchts für den harten Kampf mit den Endlossätzen der Fachleute, die zu 16 Theorieklassikern der Kunstgeschichte Essays verfasst haben. Aber: Es lohnt sich. Nie mehr wird man in einem Gespräch über Kunst den Mund halten müssen. Nein, man wird sogar mit Anekdoten auftrumpfen können. Etwa jener aus Heinrich Wölfflins ›Kunstgeschichtlichen Grundbegriffen‹: Vier Maler zogen aus, um dieselbe Landschaft zu malen. Resultat: vier total unterschiedliche Bilder.«
ZÜRITIPP

»Eine unverzichtbare Einführung ins Werk der großen Vor- und Nachdenker unter den Kunsthistorikern!«
Informationsdienst KUNST

»Die Texte lassen sich gut zur Einführung lesen, besonders gefallen hat mir Boris Groys’ Stück über den amerikanischen Kritiker Clement Greenberg: Er erklärt dessen Unterscheidung zwischen Kitsch und Avantgarde zur Leitidee des heute gängigen Kunstgeschmacks.«
Ralf Schlüter, art

»16 Klassiker des Fachs, 16 Bücher verschiedener Kunsthistoriker/innen, die im 20. Jahrhundert prägend waren, werden vorgestellt, bspw. ›Art and Culture: Critical Essays‹, 1961, von Clement Greenberg oder ›The Originality of the Avant-Garde and Other Modernist Myths‹, 1983, von Rosalind Krauss. Und so anschaulich leuchten diese Meilensteine auf, dass man Lust bekommt, noch einmal Kunstgeschichte zu studieren.«
Kunstbulletin

Von Buchhändlern empfohlen:


- Sautter + Lackmann, Hamburg

- Im Weihnachtskatalog der Buchhandlung Walther König, Köln, Dezember 2015

Im Hotel Regina

In Zusammenarbeit mit der
Fondation Alberto et Annette
Giacometti, Paris
Mit einer Einleitung
von Gotthard Jedlicka
und einem Nachwort
von Michael Lüthy
156 Seiten
54 Abbildungen in Farbe
Leinenband
KapitaleBibliothek Nr. 13
Format 17,5 × 24,5 cm
ISBN 978-3-905799-32-3
€ 35.00 [D] / € 36.00 [A] / CHF 38.00



Casimiro di Crescenzo:

Im Hotel Régina

Alberto Giacometti vor Henri Matisse
-Letzte Bildnisse-



1954 erteilt die französische Münzprägestätte Alberto Giacometti (1901–1966) einen erstaunlichen Auftrag. Er soll eine Medaille zu Ehren von Henri Matisse (1869–1954) entwerfen. Der Schweizer Bildhauer reist drei Mal nach Nizza und porträtiert den todkranken, kaum mehr arbeitenden Franzosen im Hotel Régina. Es entstehen mehr als dreißig Arbeiten, fahle, blässliche, oft fragmentarisch angelegte Porträtzeichnungen, immer mit Bleistift auf Papier ausgeführt, die Zeit drängt.
Zum ersten Mal weltweit vereinigen wir in der hier angezeigten Publikation diese Werke. Kein Fachartikel, keine Ausstellung hat das je getan. Der Giacometti-Spezialist Casimiro Di Crescenzo hat den Katalog erstellt, Michael Lüthy die Spezifität dieser Blätter im Vergleich zu anderen Porträtzeichnungen des Künstlers analysiert.
Welch erstaunliche Begegnung muss das damals gewesen sein! Zwei Künstler, die zu den bedeutendsten Zeichnern des 20. Jahrhunderts gerechnet werden, sitzen einander gegenüber. In Ansatz und Temperament könnten sie nicht unterschiedlicher sein. Hier der Franzose, der vor langer Zeit in den Süden zog, um Licht, Wärme und Farben, um luxe, calme et volupté zu finden; ihm gegenüber der Asket aus den Schweizer Bergen, der in jenen Jahren fast nur grau in grau malt und sein ärmliches, kleines, staubverdrecktes Pariser Atelierloch nur ungern verlässt. Zwei Welten treffen aufeinander.
Die Medaille ist nie ausgeführt worden. Geblieben sind diese Zeichnungen, rasche Notate, Zeugnisse einer Begegnung, die vor mehr als sechzig Jahren in der Stille einer Hotelsuite stattfand – einer Begegnung, die noch heute erstaunlich und hoch unwahrscheinlich anmutet.

Zum 50. Todestag von Alberto Giacometti am 11. Januar 2016!

Zu den Autoren: Gotthard Jedlicka (1899–1965) war Lehrstuhlinhaber für Kunstgeschichte an der Universität Zürich; er war eng mit Alberto Giacometti befreundet und hat oft über ihn publiziert. Casimiro Di Crescenzo gilt heute als einer der wichtigsten Spezialisten für das Werk von Alberto Giacometti; er lebt in Venedig.
Der Schweizer Michael Lüthy ist Professor für Geschichte und Theorie der Kunst an der Bauhaus-Universität Weimar; seit seiner Doktorarbeit über Édouard Manet an der Universität Basel (2003 publ.) hat er über diverse weitere Themen gearbeitet (siehe www.michaelluethy.de ).


Pressestimmen:


»Ein wunderbarer Zeichnungsband, der vom Ringen zweier grosser Künstler um ein gültiges Porträt von Henri Matisse erzählt!«
Christoph Heim, Basler Zeitung

»Die Erinnerungen des 1965 verstorbenen Professors für Kunstgeschichte Gotthard Jedlicka, der mit Alberto Giacometti befreundet war, die Texte des Giacometti-Kenners Casimiro die Crescenzo sowie die Einordnung des Historikers und Kunsttheoretikers Michael Lüthy geben dem gehobenen Schatz der Zeichnungen Glanz. Was ein Treffen und einige Skizzen doch alles aussagen können! Ein Kleinod, dieses Buch!«
Martina Kothe, NDR



Das Gelbe Haus

Aus dem Englischen
von Klaus Binder
488 Seiten
116 Abbildungen, davon 107 in Farbe
Englische Broschur
KapitaleBibliothek Nr. 12
Format 14,5 × 22 cm
ISBN 978-3-905799-36-1
€ 26.00 [D] / € 26.80 [A] / CHF 29.00

Martin Gayford:

Das Gelbe Haus

Van Gogh, Gauguin
Neun turbulente Wochen in Arles



Zwei Giganten der abendländischen Kunst sind während neun Wochen auf engstem Raum – im sogenannten Gelben Haus in Arles – eingepfercht: Kann das gut gehen? Es ist ein Experiment. Vincent van Gogh (1853–1890) will nicht immerzu allein arbeiten und lädt deshalb Paul Gauguin (1848–1903) zu sich nach Südfrankreich ein. Beide Künstler arbeiten – von Oktober bis Dezember 1888 – eine Weile fieberhaft nebeneinander her, befruchten sich, diskutieren tage- und nächtelang. Doch die Differenzen zwischen den beiden ausgeprägten Persönlichkeiten sind zu groß. Auch ist van Gogh äußerst leicht erregbar, es bricht schnell Streit aus. Am Ende schneidet sich der Niederländer gar ein Stück seines linken Ohres ab, der Franzose reist entsetzt wieder ab.

Martin Gayford, der wunderbare Autor, der vor Jahren dem britischen Künstler Lucian Freud Modell saß und die Zeit dabei in einem äußerst lesenswerten Tagebuch festgehalten hat (Mann mit blauem Schal, in diesem Verlag erschienen), hat auch hier eine spannende Chronik verfasst. Tag für Tag beschreibt er die Zeit, in der die zwei großen Künstler zusammen gelebt und gearbeitet haben. In den wenigen Wochen sind erstaunlich viele Meisterwerke entstanden, manche heute weltberühmt. Alle von ihm erwähnten Werke werden farbig abgebildet. Das Resultat ist ein Kunstkrimi, der sowohl lehrreich wie tief anrührend ist und der – dank der ausgedehnten überlieferten Korrespondenz der beiden Männer – immer auf belegbaren Fakten beruht.

Zum Autor: Der Brite Martin Gayford ist Journalist und Buchautor. Er ist der Verfasser der viel gerühmten Studien Mann mit blauem Schal. Ich saß für Lucian Freud: Ein Tagebuch und A Bigger Message: Gespräche mit David Hockney, beide in diesem Verlag erschienen. Er lebt in Cambridge.


Pressestimmen:


»Der britische Kunstkritiker Martin Gayford hat diesem neunwöchigen Experiment in Arles ein Buch gewidmet. Detailreich und lebendig schildert er das Zusammenleben der Maler – von Gauguins Ankunft am Morgen des 23. Oktober bis zum Abend des 23. Dezember 1888, als van Gogh sich das linke Ohr abschneidet. (...) Martin Gayfords szenische Beschreibungen lassen den Leser eintauchen in den Alltag der beiden Maler. (...) Über hundert farbige Abbildungen machen deutlich, wie sich diese Erlebnisse in den Gemälden der beiden Künstler niederschlagen. Bemerkenswert dabei, wie unterschiedlich van Gogh und Gauguin mit demselben Motiv umgehen. (...) Zitate aus den Briefen, die van Gogh beinahe täglich an seinen Bruder schreibt, finden sich auf fast jeder Seite des Buches. Erst diese ausgezeichnete Quellenlage hat es Martin Gayford überhaupt möglich gemacht, die neun Wochen in Arles so detailliert zu erzählen. Er kann sich dabei auch auf Gauguins Korrespondenz mit seinen Künstlerfreunden in Paris und der Bretagne stützen, außerdem auf dessen Memoiren „Vorher und nachher“. (...) Gauguin wird es allmählich unheimlich im gelben Haus: Er kündigt van Gogh seine Abreise an. Van Goghs Reaktion ist die berühmte Selbstverstümmelung. Doch warum hat er sich ausgerechnet ein Ohr abgeschnitten? Martin Gayford entwickelt dazu eine aufwendige und doch überzeugende Erklärung, die hier nicht gleich verraten sein soll. Stattdessen die eindringliche Empfehlung, sein Buch zur Hand zu nehmen.«
Anne Kohlick, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Journalist und Buchautor Martin Gayford hat – basierend auf den ausführlichen Korrespondenzen der beiden Künstler – eine fesselnde, detailreiche Chronik dieser Periode verfasst, in der beide einige ihrer bedeutendsten Meisterwerke geschaffen haben.«
Christoph Hartner, Steirerkrone

»Martin Gayford war bei diesem neunwöchigen Künstlertreffen sicher nicht dabei, fast könnte man jedoch meinen, er hätte ebenfalls im »Gelben Haus« gewohnt: So detailliert ausgebreitet ist seine makellos recherchierte Chronik der Ereignisse und Begebenheiten, so umfassend sein Blick sowohl auf die Staffeleien der beiden Künstler als auch in deren Seelen(konflikte), dass das Buch in den Händen des Lesers nicht nur zu einer exzellent aufgearbeiteten Dokumentation, sondern auch zu einem reich bebilderten, spannend geschriebenen Kunstkrimi erwächst. Mit diesem Buch wird man auf jeden Fall zum Experten in Sachen Gauguin und van Gogh.«
Matthias Eichardt, 07 Das Stadtmagazin

Interviews:


ARTE (Berlin) hat Martin Gayford, den Autor des Buches Das Gelbe Haus – Van Gogh, Gauguin. Neun turbulente Wochen in Arles in London interviewt. Das Gespräch wurde am Sonntag, 22.11.2015 um 16:50 Uhr auf ARTE, in der Sendung Metropolis gesendet.
www.arte.tv/guide/de/057448-004/metropolis (ab Minute 36:53)

Blogstimmen:


»Dank Martin Gayford rücken zwei Maler wieder in den Fokus des Interesses. Exzellent recherchiert, spannend geschrieben und reich bebildert. [...] Dieses Buch liest man als Unterhaltungslektüre am Baggersee, um die Lichtstimmung der herbstlichen Provence annähernd zu genießen oder als Tagebuch im Rhythmus des Kalenders ab dem 23. Oktober bis in die Weihnachtszeit. Beides hat seinen Reiz. Wer sich bisher nicht recht für die Kunst der beiden Helden begeistern konnte, wird Sonnenblumen und Landschaftsaufnahmen von nun an mit anderen Augen sehen.«
Karsten Koblo auf seinem Blog: aus-erlesen.de

»Die Geschichte vom »Das Gelbe Haus« hat Martin Gayford mit aller Sorgfalt recherchiert und eine interessante Chronik geschrieben.«
Karl-H. Walloch auf seinem Blog: Wallos Kulturschock

Kundenrezensionen im Internet:


»Sonnenstrahl unter den Künstlerbiographien«
Karsten Koblo (der Blogger von aus-erlesen.de) hat seine Rezension auch auf amazon.de unter dem genannten Titel veröffentlicht und mit 5 Sternen versehen! Vielen Dank!

Pressestimmen zur englischen Originalausgabe:


»Meisterhaft ... ein wundervoll lebendiges, bewegendes Porträt.«
The Mail on Sunday

»Eine packende Lektüre, ja, ein kunsthistorischer Thriller!«
Country Life

»Bemerkenswert ... Wer die beiden Protagonisten bewundert, wird an dieser genau recherchierten Studie seine Freude haben.«
The Independent

»Gayford versammelt die jüngsten Forschungsergebnisse ... eine derart faszinierende Geschichte kann ihre Wirkung kaum verfehlen, und Gayford schreibt mit Empathie, erzählt lebendig, klug und klar.«
Literary Review

»Nachdenklich und nie reißerisch ... mit klugen Rückblicken und kunsthistorischen Randbemerkungen.«
The Sunday Times

»Gayford gelingt es, sich in diese komplizierten Seelen zu versetzen. Mit bewunderungswürdiger Klarheit analysiert er ihr Denken, ihre Ängste, ihr Streben, ihre Sorgen und Wunschvorstellungen ...«
The Guardian

»Gayford erweckt den Haushalt dieser Sonderlinge zum Leben.«
Evening Standard

»Ein packender Bericht über die berühmteste Amputation in der Kunstgeschichte.«
The Independent on Sunday

»Durchweg faszinierend ... aus einer unerwarteten Perspektive verschafft uns Gayford Einblick in die Verwicklungen eines geheimnisvollen Menschen.«
Sunday Express

»Ungeheuer scharfsinnig. Aufschlussreich und berührend ... ganz allmählich verschiebt sich der Fokus: Kunstgeschichte wird zum Psychodrama.«
The Sunday Telegraph

»Wie Gayford diese turbulenten Wochen rekonstruiert, das nimmt einen mit: ... lesend verfolgt man sie, Tag um Tag, fast Minute um Minute. Ein Vergnügen, durch und durch faszinierend.«
The Independent on Sunday

»Bemerkenswert, belesen und äußerst lesbar. Auf höchst überzeugende Weise hat Gayford dieses Puzzle zusammengesetzt, weiter werden wir wohl kaum gelangen.«
Scotland on Sunday

»Diese Verbindung von Kunstgeschichte, Biographie und Kritik ist so fesselnd und bewegend wie informativ.«
Library Journal

»Auf ganz neue Art können Leser erfassen, wie düster van Goghs Seelenzustand war und wie leuchtend zugleich seine Bilder.«
Chicago Tribune

»Gayfords außerordentliches Buch liest sich wie eine neue Art Roman, es stützt sich auf anregend arrangierte Fakten und eingestreute kritische Kommentare.«
The Boston Globe

»Bietet Momentaufnahmen von entscheidenden Augenblicken, Themen und Leidenschaften, die Geburt der modernen Psyche. So sachkundig wie unterhaltend.«
The New Yorker

»Eine interessante Meditation über die Schattenseiten künstlerischer Meisterschaft und die Folgen eines Traumas.«
New York Post

»Gayfords Beschreibungen/Erläuterungen/Autopsien dieser berühmten Gemälde sind ihrerseits kunstvoll, Gehirnscans gewissermaßen, die sich zu einem bedrohlichen Hell-Dunkel fügen.«
Harper`s Magazine

»Intelligent und fesselnd!«
Booklist


Aus dem Englischen
und mit einem Nachwort
versehen von Antje Korsmeier
252 Seiten
93 Abbildungen, davon 80 in Farbe
Fadengeheftete Broschur
KapitaleBibliothek Nr. 11
Querformat 22,2 × 15,5 cm
ISBN 978-3-905799-33-0
€ 24.10 [D] / € 24.80 [A] / CHF 27.00

Robert Henri

The Art Spirit

Der Weg zur Kunst



Robert Henri (1865–1929) ist der erste bedeutende Kunstpädagoge der USA. Aus seinen Klassen an der New York School of Art sind Künstler wie Edward Hopper, Stuart Davis, Man Ray, Adolph Gottlieb, Rockwell Kent und Yasuo Kuniyoshi hervorgegangen. Seine Vorlesungen wurden von einer Schülerin transkribiert und 1923 in Buchform publiziert. Wir legen hier die erste deutschsprachige Ausgabe, reich illustriert und mit einem informativem Nachwort versehen, vor.

Das Interessante an diesen Vorlesungen ist für uns Heutige der völlig unironische, vitale, ungebrochene Zukunftsglaube, der aus ihnen spricht, ein Optimismus, der selbstgewiss verkündet: Auch du kannst Künstler werden! Auf zu neuen Ufern! Die Zukunft ist unser! This land is ours! Jetzt wollen auch wir unsere Kunst machen – das Privileg soll nicht länger nur den Europäern gehören. Robert Henri setzt hier in kunstpädagogische Praxis um, was eine Generation vor ihm die New-England-Transzendentalisten – Ralph Waldo Emerson (1803–1882) und Henry David Thoreau (1817–1862) – an Selbstermächtigungsphilosophie und -theologie vorgedacht haben. Dabei spricht er, Seite für Seite, vor allem von Stiften, Pinseln, Farben und Leinwand!

Es ist verblüffend, diese Seiten heute zu lesen. Vielleicht wird der eine oder andere Kunststudent gar Gewinn aus ihnen ziehen. Denn es stellt sich die Frage: Stehen wir heute, jedenfalls in Kunstdingen, nicht – etwas verzagt und trist – genau am Ende dieser langen Entwicklung, die damals durch Männer wie Robert Henri mit so viel heißem, glücklich-ernstem und ehrlichem Furor angegangen wurde?

Zum 150. Geburtstag von Robert Henri am 24. Juni 2015!
-dem ersten großen Kunstlehrer der USA

Zur Übersetzerin und Nachwortautorin: Durch ihre Begeisterung für figurative Malerei stieß Antje Korsmeier auf das Werk Robert Henris. Die promovierte Philosophin arbeitete mehrere Jahre als Sachbuchlektorin bei einem großen Publikumsverlag, bevor sie sich als Lektorin, Übersetzerin und Literaturkritikerin selbstständig machte. Sie lebt in München.


»Robert Henri ist der Abraham Lincoln
der amerikanischen Kunst!«
JOHN SLOAN



»Wäre ich doch schon vor Jahren auf dieses Buch gestoßen! Meines Erachtens kommt es allein den Aufzeichnungen von Leonardo und Sir Joshua Reynolds gleich ... Es zählt zu den erlesensten Werken, die der Philosophie des modernen Menschen in der Malerei Ausdruck verleihen.«

GEORGE BELLOWS




Blogstimmen:


»Der Piet Meyer Verlag schafft es immer wieder, mich von Künstlern zu begeistern, von denen ich vorher noch nie gehört hatte!«
Blog besonders buch von Charlotte Lacroix auf Facebook
»Dieses Buch liegt mir sehr am Herzen. (...) Es ist The Art Spirit von Robert Henri, das bis im Fr&uumlhsommer nur in der Amerikanischen Originalausgabe verfügbar war. Nun hat der Piet Meyer Verlag das Buch in einer deutschen Übersetzung veröffentlicht. Bei uns ist Robert Henri relativ unbekannt und war doch eine so wichtige Persönlichkeit für die Amerikanische Kunst. Als Lehrer an der Art Students League of New York bildete er unter anderem Künstler aus, wie George Bellows oder Edward Hopper. In diesem Buch beschreibt er die geistige Einstellung und viel Grundsätzliches zur künstlerischen Tätigkeit. Er erfasst Dinge, die man kaum in Worte kleiden kann und entfacht die Flamme für das Malen, die Kunst und das Leben. Immer wieder habe ich mich angesprochen, ermahnt, und aufgebaut gefühlt. Die deutsche Übersetzung strafft das Original, ist mit biografischen Informationen und Bilderreproduktionen versehen. Die gesamte Aufmachung ist sehr wertig und wunderbar gestaltet und gedruckt.«
Stefan Nuetzel auf seinem Blog www.stefan-nuetzel.com

Mit Beiträgen von Angela Stief,
Martin Gayford, Thomas Mießgang,
Katharina Sykora, Gertrud Lehnert,
Sue Tilley und Anne Marsh
328 Seiten
543 Abbildungen, davon 457 in Farbe
Hardcover mit Schutzumschlag
KapitaleBibliothek Nr. 10
Format 21,5 × 27 cm
ISBN 978-3-905799-31-6
€ 48.50 [D] / € 49.90 [A] / CHF 53.00

Bitte nehmen Sie zur Kenntnis:
Für dieses Buch bestehen keine
Vertriebsrechte für die USA.
Vielen Dank!

Please note:
This title may NOT be distributed
into US-territory. Distribution rights
for this book do not exist for the USA.
Thank you!

Angela Stief (Hg.):

Leigh Bowery

Verwandlungskünstler



Leigh Bowery (1961–1994) war der unvergleichlich schrillbunte Star der Londoner Clubszene der 1980er-Jahre, ein Performer, der vor keinen Tabus und keinem Trash haltmachte. Er setzte sich in immer neuen Outfits und aberwitzigen Kostümen so pfauenmäßig gekonnt in Szene, dass er nachhaltigen Einfluss auf Designer wie Alexander McQueen, Vivienne Westwood, John Galliano und Modelabels wie Comme des Garçons ausübte. Manche seiner Performances werden heute, trotz der Vergänglichkeit dieses Mediums, von maßgeblichen Spezialisten (Hans-Ulrich Obrist, Klaus Biesenbach u. a.) zu den inspirierendsten Manifestationen vergangener Jahrzehnte gezählt. Daneben wurde Bowery in den letzten Jahren seines kurzen Lebens zum wichtigsten Modell Lucian Freuds. Mit 33 Jahren starb er an AIDS.

Wer war dieser Mann, der auf 100 Bühnen quer durch alle Medien zum Impulsgeber wurde? Außerhalb der angelsächsischen Welt ist er fast unbekannt. Wir sehen Bowery vor allem als Künstler, der – im Unterschied zu traditionellen, mit Pinsel und Leinwand hantierenden Malern – seinen eigenen Körper als Medium und Leinwand benutzte. Dieser Künstler ist aus unserer Sicht bislang nicht ernst genug genommen worden. Wir widmen ihm deshalb – weltweit als Erste! – eine umfassende Monografie, in der verschiedene Aspekte seines Schaffens von Spezialisten aus unterschiedlichen Disziplinen untersucht werden. Ein Primer, eine Entdeckung also – und zugleich ein Meilenstein moderner Kunstgeschichtsschreibung: Wissenschaftlichen Standards genügend, ist das mit sehr zahlreichen, teils bisher unpublizierten Farb- und Schwarz-Weiß-Abbildungen versehene Buch lebendig und sehr anschaulich geschrieben: ein AUGENÖFFNER, der nicht nur zu inspirieren vermag, sondern – vielleicht – den einen oder anderen gar zur Nachahmung animieren wird ...

Zum 20. Todestag des großen Verwandlungs- und Performancekünstlers Leigh Bowery am 31. Dezember 2014.

Zur Herausgeberin: Angela Stief (geb. 1974) war von 2002 bis 2013 Kuratorin an der Kunsthalle Wien und hat dort zahlreiche Ausstellungen und Publikationen erarbeitet (POWER UP – Female Pop Art; Traum und Trauma: Werke aus der Sammlung Dakis Joannou, u. v. a.), so auch die fulminant gelungene Schau zu Leigh Bowery: XTRAVAGANZA – Staging Leigh Bowery (Oktober 2012 bis Februar 2013). Heute arbeitet sie von Wien aus als freischaffende Kuratorin und Autorin und nimmt Lehraufträge im In- und Ausland wahr.

»Ich bin an einer verstörenden Ästhetik und an der
Spannung von Gegensätzen interessiert – der Idee, dass
etwas gleichzeitig erschreckend, heroisch und lächerlich
erscheinen kann.«
Leigh Bowery

»Mein Körper kann unbegrenzt viele Gestalten und Formen annehmen. Ich bin vollkommen besessen vom menschlichen Körper.«
Leigh Bowery

»Ich betone immer, dass ich mich so gut wie möglich von der Kunst fernhalte. Ich betone das, weil der Großteil der Kunst so vornehm tut und sich an absolute Langweiler aus der Mittelschicht richtet. Meine Sachen sollen anders sein. Aber um ehrlich zu sein, ich sehe sie als Kunst.«
Leigh Bowery

Pressestimmen:


Unter die Top-5-Empfehlungen im Juni 2015 reiht Deutschlandradio Kultur das Buch
Leigh Bowery. Verwandlungskünstler ein:

»Man kann sich gar nicht sattsehen an den irrwitzigen Kostümen, mit denen Bowery zum Star der Londoner Clubszene wurde. Der Grenzgänger zwischen Hoch- und Subkultur gilt als bedeutendster Performance-Künstler weltweit. Dieses opulente Fotobuch setzt ihm und seiner farbenprächtigen Wucht ein einzigartiges Denkmal.«
Deutschlandradio Kultur


»Zum 20sten Todestag erscheint ein opulenter Bildband: Erst heute, 20 Jahre nach Bowerys AIDS-Tod mit 33 Jahren, wird deutlich, wie innovativ und einflussreich der Grenzgänger zwischen Hoch- und Subkultur, zwischen Club-, Mode- und Kunstszene tatsächlich war. […] Leigh Bowery, der die Grenzen zwischen Hoch- und Subkultur lustvoll sprengte, verstand sich als lebendes Gesamtkunstwerk. Als solches zeigt und feiert ihn auch die umfassende und reich bebilderte Monografie von Angela Stief. […] Angela Stief hat beeindruckend viel Material zusammengetragen. Hervorragend gedruckt und grafisch einfallsreich arrangiert, löst das mit Hunderten von Fotos versehene Buch den Anspruch eines „kuratierten Bildbandes“ ein.«
Eva Hepper, WDR3, Mosaik/Passagen

Das Buch wurde als Weihnachtstipp 2015 von der Steirerkrone warm empfohlen!

»Gross-arty!
Das Vermächtnis des begnadeten Selbstinszeniers Leigh Bowery:
Leigh Bowery einen Exzentriker zu nennen, wäre eine krasse Verharmlosung. Der Performancekünstler und Fashiondesigner in eigener Sache gehörte zu den radikalsten Selbstdarstellern der Londoner Clubszene der Achtziger. […] Zwanzig Jahre nach seinem Aids-Tod erzählt ein grossartiger Bildband jetzt erstmals das Leben des Dragstars als Gesamtkunstwerk.«
annabelle


»Das Stief-Werk ist weit mehr als die Wiederentdeckung eines bereits entdeckten Phänomens. Vielmehr ist es eine erhellende und höchst unterhaltsame Analyse der Aktualität einer Figur, die immer noch als Zeitgeistgestalt […] missverstanden wird. Mit den fünf Kapiteln ›Clubbing‹, ›Mode‹, ›Still Life‹, ›Performance‹ und ›Prothesen‹ werden Bowerys Wirkungsbereiche treffsicher auf den Punkt gebracht, von versierten Autoren (darunter Sue Tilly) mit Leben erfüllt und an der Jetztzeit gespiegelt. So landet man am Ende bei Gegenwartsgestalten wie Lady Gaga und Antony Hegarty. Der Rest sind grandiose Bilder und Blicke hinter die Fassade. Vielleicht hängt unser Leben von diesem Buch ab. […] Uneingeschränkt empfohlen!«
Christian Lütjens, Männer


Aus dem Französischen und
mit einer Nachbemerkung
von Helmut Mayer
144 Seiten
80 Abbildungen, davon 19 in Farbe
Bedruckter Feinleinen-Band
KapitaleBibliothek Nr. 9
Format 14 × 24,3 cm
ISBN 978-3-905799-30-9
€ 38.70 [D] / € 39.80 [A] / CHF 42.00

Henri Michaux:

Zeichen. Köpfe. Gesten.


Henri Michaux (1899–1984) ist einer der bedeutendsten Dichter des französischen 20. Jahrhunderts, er gilt aber auch – durch ein zartes, stilles, halluzinatorisch feines OEuvre – als einer der bedeutendsten bildenden Künstler der europäischen Nachkriegszeit. Wie kommt das? Echte Doppelbegabungen – Dichter, die malen, Künstler, die schreiben – sind selten. Michaux war unbestritten eine solche Begabung. Sein Werk wird bis heute gelesen – und in Museen bewundert oder gesammelt.
Noch seltener ist, dass ein solcher Dichter sich zu seiner bildkünstlerischen Arbeit äußert. Genau dies geschieht hier. Michaux erklärt, wie und weshalb er mit dem Zeichnen begonnen hat, was dabei geschieht, und er hat seinem Buch eigene Bilder beigegeben. Diese sind nicht als Illustrationen zum Gesagten zu sehen, sondern gleichen eher farbgestischen Setzungen, welche den Textkörper punktuieren. Den Rhythmus, mit dem sie dies tun, hat der Schriftsteller während der Arbeit an seinem Buch definiert. Letzteres trägt im Original den Titel Émergences – Résurgences; es erschien 1972 im Hause von Albert Skira, dem bedeutenden Kunstbuchverleger in Paris und Genf.
Dieses wunderbare, sozusagen doppelt poetische Werk legen wir hier erstmalig in deutscher Übersetzung vor – die ursprüngliche Bild-Text-Rhythmik beibehaltend: Gelegenheit, einen großen Künstler kennenzulernen oder wieder neu zu entdecken.

Zum 30. Todestag von Henri Michaux am 19. Oktober 2014.

Zum Übersetzer und Nachwortautor: Helmut Mayer (geb. 1961) hat mehrfach zu Henri Michaux publiziert, u. a. Kontra! Zu Henri Michaux im Literaturverlag Droschl (Reihe Essay, 65), Graz/Wien 2012. Er lebt in Frankfurt am Main und ist Feuilletonredakteur bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung.


Pressestimmen:


»Helmut Mayer hat den Text mustergültig übersetzt und mit kundigen, nie überflüssigen Anmerkungen versehen. Für Kenner des exzentrischen Klassikers Michaux hat sich eine Lücke geschlossen, für Liebhaber schöner Bücher wartet ein nicht zu versäumender Genuss.«
Joseph Hanimann, SÜDDEUTSCHE ZEITUNG

»Einer Anregung des Genfer Verlegers Albert Skira folgend, begab sich Henri Michaux (1899–1984), französischer Dichter und Maler belgischer Herkunft, in seinen späten Jahren auf die «Wege der Schöpfung» und legte 1972 in der gleichnamigen Buchreihe – «Les sentiers de la création» – einen reich illustrierten Band vor, der nun seit kurzem auch in deutscher Sprache greifbar ist. Unter dem Titel «Zeichen Köpfe Gesten» führt die exzellent gestaltete, in Format und Layout deutlich von der Originalvorlage sich abhebende Edition eine lockere Textsequenz mit einer dichten Bilderstrecke zusammen und dokumentiert damit das Schaffen eines Autors, der zu den herausragenden künstlerischen Doppelbegabungen des vergangenen Jahrhunderts gehört. (...) Der vorliegende Band kann gleichermassen als privater Werkstattbericht und als poetischer Essay zu Fragen und Phänomenen künstlerischen Schaffens gelten. Schaffen, Schöpfung – die im Kunstdiskurs weithin obsolet gewordenen Begriffe bewahren bei Michaux ihre ursprüngliche Bedeutung, bleiben gebunden an die Wunschvorstellung, aus nichts – oder jedenfalls aus so wenig wie möglich – komplexe Werke entstehen zu lassen. (...) Poesie erfordert originären Spracheinsatz; er ist, so lautet das Fazit bei Michaux, nur im Gegenzug zur Gebrauchssprache zu erbringen. Von diesem stetigen Gegenzug ist auch der vorliegende Text deutlich geprägt – seine Inkohärenz und sein partiell delirierender Stil erschweren das Verständnis, doch das so entstehende Defizit wird umso wirkungsvoller von den zahlreich eingestreuten Bildern ausgeglichen.«
Felix Philipp Ingold, NEUE ZÜRCHER ZEITUNG

»DURCHQUERUNGEN, MOMENTE, FADENWESEN:
Schriftsteller, die malen oder zeichnen, bildende Künstler, die zeitweise der Literatur verfallen – diese Kombinationen sind gar nicht so ungewöhnlich. Jedoch überaus selten gelang es einem Künstler, einer Künstlerin, auf beiden Gebieten dauerhaft überdurchschnittliche und außergewöhnliche Ergebnisse zu erzielen. Solch eine wundersame Ausnahme war der in Namur, Belgien, geborene Henri Michaux (1899–1984), ein Jahrhundertschriftsteller und ein Jahrhundermaler zugleich. […] Äußerst ungern sprach Michaux über seine Arbeiten, jede Art der Festlegung wollte er vermeiden, am besten unsichtbar bleiben. Aber manchmal befragte er seine Bilder und sein Schreiben doch staunend selbst, gab dem Drängen nach, und sei es auch nur, um ein Rätsel mit einem Rätsel zu lösen. Letztlich wird jeder Text von Michaux über Michaux wieder zum einem Text von Michaux. […] Ein wunderbares Beispiel dafür ist der 1972 erschienene Band Émergences - Résurgences, der nun in voller Pracht reich bebildert unter dem Titel Zeichen. Köpfe. Gesten. erstmals auf Deutsch vorliegt. Endlich.
FAZIT: Einfach grandios. Es ist nie zu spät, Michaux zu entdecken und sich zu verlieren.«
Otto Johannes Adler, BUCHKULTUR

»GEGENANGRIFF – Zu seinem dreißigsten Todestag erscheint eines der wichtigsten Bücher des Schriftstellers und Künstlers Henri Michaux:
... in Émergences - Résurgences (1972; etwa: Erscheinungen – Wiedererscheinungen) gibt Michaux Auskunft darüber, wie er zu seinen Schriften und Bildern findet. Dieser […] Band ist unter dem Titel Zeichen. Köpfe. Gesten. endlich auf deutsch erschienen. Viel detaillierter als in Passagen erklärt er, wie es zu all diesen kaputten Köpfen, diesen verdrehten Strichmännchen, diesen Plasmaausstülpungen gekommen ist. […] Er will nichts ausdrücken, sondern 'Welt in mich eindrücken'. Und das geht automatisch. Wenn er Farbe aufs schwarze Papier setzt, tritt Nacht ein. Nicht nur solche ausgenblickliche Verwandlung hat Kunst der Dichtung voraus ... […] Kunst heißt für diesen Mann, mit sich ins Reine zu kommen, indem er alles ins Unreine reißt. Er drückt wütend Welt in sich ein ... […] Zeichen. Köpfe. Gesten., von Helmut Mayer elegant übertragen und kommentiert.«
Stefan Ripplinger, konkret

Weitere freundlich positive Besprechungen des Buches durch
WDR3 (www.wdr3.de/literatur) und fixpoetry.com

Blogstimmen:


»EIN KLEINES MUSEUM FÜRS BÜCHERREGAL:
Letztendlich sind es in Kombination mit dem Text vor allem die Bilder, die uns Henri Michaux als Maler näherbringen und die diesen Band zu einem so außergewöhnlichen Leseerlebnis machen. […] Ein Buch, wie eine Ausstellung kuratiert und mit der ganz persönlichen Signatur des Künstlers versehen: dieses Kunstobjekt ist großartig.«
Auf dem Blog: besonders buch von Charlotte Lacroix auf Facebook

»Der kleine Piet Meyer Verlag hat sich hier ein Kleinod ausgesucht und für den deutschen Sprachraum erschlossen.
[…] Ein sehr schönes und ansprechend gestaltetes Buch, das sich auch hervorragend als Geschenk eignet.«
Auf dem Blog: kulturgeschichte-n.de

Leserbriefe:


Lieber Herr Meyer,
was für ein schönes Buch!!!
Wundervoll, in jeder Hinsicht. Ich bin richtig glücklich darüber.
Auch die Ausstattung und die Qualität von Papier und Abbildungen,
es stimmt einfach alles. Une petite merveille, voilà.
Avec toutes mes amitiés,
Elisabeth Edl
Übersetzerin, München



Aus dem Englischen von Yvonne Badal
552 Seiten
276 Abbildungen, davon 120 in Farbe
Fadengeheftete Broschur
mit eingefärbtem Schnitt
KapitaleBibliothek Nr. 8
Format 20 × 28 cm
ISBN 978-3-905799-25-5
€ 44.70 [D] / € 46.00 [A] / CHF 49.00

Alastair Brotchie:

Alfred Jarry

Ein pataphysisches Leben


Wer war Alfred Jarry (1873–1907)? Bekannt ist: Er ist der Schöpfer des Père Ubu, jener legendären Figur, die er in wechselnden Rollen in verschiedenen, bis heute gespielten Theaterstücken hat auftreten lassen; und er hat die Pataphysik in die Welt gesetzt, jenes nonsensische, absurdistische Philosophiekonzept, das jedem Aussagesystem mit überhöhtem Wahrheitsanspruch den Garaus macht. Nach einem wilden Leben verstarb er viel zu jung, Tausend um seine Person sich rankende Geschichten, mythisch überhöhte Anekdoten hinterlassend. Seither hat er zahllose Künstler, Schriftsteller, Filmemacher, Musiker und Philosophen inspiriert: den Zöllner Rousseau, Paul Gauguin, Pierre Bonnard, Marcel Duchamp, Max Ernst, Antonin Artaud, die Marx Brothers, Blaise Cendrars, Pablo Picasso, Man Ray, Michel Leiris, Eugène Ionesco, Boris Vian, Octavio Paz, Hans Arp, Alexander Calder, Jean Dubuffet, M. C. Escher, Julio Cortázar, Victor Brauner, Joan Miró, Asger Jorn, Dario Fo, Louis Malle, Raymond Queneau, Lucio Fontana, Guy Debord, William S. Burroughs, Georges Perec, Jean Baudrillard, Gilles Deleuze, Umberto Eco, Peter Greenaway, David Hockney, Harald Szeemann, Barry Flanagan, DJ Spooky und viele andere.

Was aber ist gesichert? Alastair Brotchie, Londoner Autor und Pataphysiker, großer Kenner der Materie und großer Regent des Pariser »Collège de ’Pataphysique«, hat die vermutlich definitive Biografie über Jarry verfasst. Es handelt sich um die bislang ausführlichste, detailreichste und spannendste Studie, in der er mit viel Akribie und Umsicht, aber auch mit großem Verständnis für das Werk dieses wunderbaren Dichters versucht, Fakten von Fiktionen zu trennen. Brotchie hat alle wichtigen Archive aufgesucht und er legt zahlreiche neue, bislang unpublizierte Dokumente vor. Wir bringen hiermit die deutsche Übersetzung dieses wichtigen Buches, angereichert mit außergewöhnlich vielen Bildern.

Zum Autor: Alastair Brotchie (geb. 1952) hat zahlreiche Bücher über Dadaismus, Surrealismus und Oulipo geschrieben oder herausgegeben. Er betreibt den Verlag Atlas Press, der sich dem Programm verschrieben hat, »extremistische und avantgardistische Prosa von 1890 bis heute« zu verlegen (www.atlaspress.co.uk). Er lebt in London und ist Regent im »Collège de ’Pataphysique« in Paris.


»BUCH DES MONATS OKTOBER 2014«

ausgezeichnet durch die Darmstädter Jury


Die Begründung der Jury zur Wahl: »Alfred Jarry ist mit seiner legendren Figur des Père Ubu ein Erfinder des absurden Theaters, mit seiner Prosa ein Taschenspieler der abgründigen Groteske und als Pataphysiker ein Saboteur der ernsten Wahrheiten. Der Londoner Autor Alastair Brotchie, der sich selbst der Gilde der Pataphysiker zurechnet, hat die bisher beste und wohl die gültige Biographie seines Vorbilds geschrieben. Eine Lebensgeschichte wie der Gang in einen Urwald, voller Abenteuer, Skandale, Nonsens, Anekdoten aus der Frühzeit der literarischen Moderne.«
Wilfried F. Schoeller, Darmstädter Jury Buch des Monats


»SZ-/NDR-Bestenliste November 2014«

ermittelt durch Die Süddeutsche Zeitung und Norddeutscher Rundfunk


Diesen Monat auf Platz zehn der besten Sachbücher: Alastair Brotchie, Ein pataphysisches Leben.


Pressestimmen:


»Das Schöne im Absurden: Wenn der Alltag zu ereignislos wird, empfiehlt es sich, Elke Heidenreichs literarische Fluchtpunkte aufzusuchen: Wenn niemand mehr die Welt versteht, kann es guttun, mal ins Surreale abzutauchen. Dazu gibt es jetzt ein ebenso kluges wie amüsantes Erzähl-Bilderbuch über Alfred Jarry, den französischen Schriftsteller und Schöpfer des ›Ubu Roi‹ […] ›Pataphysik‹ heißt sein nonkonformes, absurdes Philosophiekonzept, das sich über Wahrheitsansprüche lustig macht - was ist schon wahr in all dem Irrsinn? Alastair Brotchie hat nun ein hinreißendes Werk über Jarry verfasst und liebevoll ausgestattet: Ein pataphysisches Leben, Sternstunde für alle Dadaisten, die an der Vernunft längst verzweifeln.«
Elke Heidenreich, stern

»Im Jahr 2011 erschien in London und Cambridge, Massachusetts, die umfassende Jarry-Biografie des 1952 geborenen Forschers und Sammlers Alastair Brotchie. Sie wurde sowohl als Monografie wie als Panorama einer Epoche von der angelsächsischen Presse begeistert rezensiert und vom Times Literary Supplement sogar zum ›Buch des Jahres‹ erkoren. Nun liegt das Werk auch auf Deutsch vor – in sorgsamer Übersetzung und bemerkenswert schöner Gestaltung, als grossformatige Broschur in Spaltendruck und mit 275 Illustrationen. […] Es ist Alastair Brotchies Verdienst, dass er in seinem Opus magnum diese so faszinierende wie widersprüchliche Randfigur einer bedeutenden Kulturepoche für uns lebendig und fassbar macht.«
Manfred Papst, Neue Zürcher Zeitung, Bücher am Sonntag

»Der Engländer Alastair Brotchie, der bereits mit einigen Büchern über das frühe 20. Jahrhundert in Frankreich und die literarischen Phänomene dieser Zeit hervorgetreten ist, setzt mit seiner Biografie über Alfred Jarry in Form und Inhalt neue Standards. Das kiloschwere Buch ist mit Skizzen, Zeichnungen und Fotografien ausgestattet und wirkt ästhetisch ansprechend. […] Tatsächlich wird diese Biografie dabei um allerlei literaturhistorische Details angereichert, die aber nie aufgesetzt oder gar prätentiös wirken, sondern im Gegenteil mit Gewinn der verhandelten Materie gerecht werden. Überhaupt besticht diese Biografie durch Transparenz und Lesbarkeit.«
Thomas Laux, Neue Zürcher Zeitung, LITERATUR UND KUNST-Beilage

»Alfred Jarry war einer, ›der auf der Straße der Sätze aus allen Worten eine Kreuzung machte‹. Der französische Schriftsteller, passionierte Radfahrer und unerschöpfliche Optimist war eine Figur mit sagenhaftem Einfallsreichtum, die selbst der Fantasie entsprungen scheint. Alastair Brotchie erzählt in der 2011 in den USA erschienenen und nun ins Deutsche übersetzten Biografie ›Alfred Jarry. Ein pataphysisches Leben‹ schleifenförmig das Leben dieses avantgardistischen Künstlers und legt dabei die Geschichte und Atmosphäre einer ganzen Epoche dar, die manche Belle Époque, andere Fin de Siècle nennen. […] Alastair Brotchie - als Regent des Pariser Collège de ’Pataphysique von Jarrys Fach - bedient sich mit großer Detailliebe umfangreicher Quellen, um Alfred Jarrys Leben aufzuschlüsseln. Er zeichnet Korrespondenzen von Künstlern der Pariser Szene nach, bildet Artikel aus zeitgenössischen Magazinen, Fotografien, Druckgrafiken und Notizen ab. So schafft er ein lebhaftes und vielstimmiges Buch, in dem Verleger, Kritiker, Freunde und Jarry selbst zu Wort kommen, eine humorvolle Erzählung, die zeigt, dass Leben und Werk dieses Künstlers nicht voneinander getrennt gedacht werden können; dementsprechend ergänzen auch Form und Inhalt der aufwendig gestalteten, großformatigen Biografie einander.«
Lilly Busch, Theater der Zeit

»Das „Collège de Pataphysique“ wird heute geleitet von Alastair Brotchie. Brotchies große Jarry-Biografie erschien 2011 zuerst auf Englisch. Nun hat der Schweizer Verlag Piet Meyer eine deutsche Ausgabe vorgelegt: „Alfred Jarry – Ein pataphysisches Leben“ ist ein gewaltiges Buch, voll von bizarren Anekdoten und historischen Bildern, ein schillerndes Porträt eines ganz unwahrscheinlichen Menschen und seiner Zeit. […] An der deutschen Ausgabe seiner Biografie hätte er [Alfred Jarry] Freude gehabt: Sie ist so groß wie ein Telefonbuch, ihr Text ist locker in zwei Spalten gesetzt, der Buchschnitt ist eingefärbt, und auf nahezu jeder Seite finden sich Reproduktionen von Fotografien und Zeichnungen – ein Buch, das man verschlingen und bestaunen darf.«
Thomas Morawitzky, Stuttgarter Nachrichten

»Jetzt ist in brillanter deutscher Übersetzung die ›ultimative Jarry-Biografie‹ erschienen, die das ›Phänomen Jarry‹ ins richtige Licht rückt und objektiv darstellt, wie er sein Werk, seine Kunst, seine Imagination mit seinem Leben verband. Dazu gehören auch seine Kontakte zu den zahlreichen Literatur- und Kunstkollegen seiner Zeit, sein Einfluss auf sie und die Nachwelt, der bis heute andauert. So antwortete am 14. März 2014 Umberto Eco in einem Interview mit Le Figaro auf die Frage, wie er sich mit dem Tod befasse: ›Mein einziges Problem besteht darin, einen letzten Willen zu finden, entsprechend dem meines Meisters Alfred Jarry, der auf dem Sterbebett einen Zahnstocher verlangte.‹«
Klaus Ferentschik, Saarländischen Rundfunk, SR 2 KulturRadio und BücherLese

»Alastair Brotchie, Regent des im Geiste Jarrys waltenden Collège de ’Pataphysique, hat eine Biographie des Meisters vorgelegt, die allen Abwegen seines an Abwegen reichen Lebens folgt. Sie hat Format und Umfang des Berliner Telefonbuchs, ist von Yvonne Badal akkurat übersetzt und vom Verlag liebevoll ausgestattet worden, ein wahres Prachtstück und lehrreich obendrein.«
Stefan Ripplinger, Konkret

»Alfred Jarry - Ein pataphysisches Leben dürfte für lange Zeit als Standardwerk zu Leben und Œvre Jarrys konkurrenzlos bleiben. Diese Biografie lässt keine Wünsche offen. Allein das Bildmaterial nimmt sich schier überwältigend aus.«
Olaf Schmidt, kreuzer

»Alfred Jarry - Ein pataphysisches Leben, [die] beste Biographie zum Autor, 2011 in England erschienen und von der angelsächsischen Presse zu Recht in den Himmel gelobt; sie liegt jetzt in gelungener Übersetzung vor. [Es] freut den Leser, eine Biographie im Prachtformat (größer als die Originalausgabe) in die Hand gedrückt zu bekommen: Jarry, ein Liebhaber aufwendiger Bände, hätte vor Freude in die Luft geballert, denn Brotchies Buch ist grandios bebildert und wunderbar erzählt.«
Niklas Bender, FAZ

»Den Weg des Künstlers und seines umfangreichen Werks zeichnet die Biografie von Alastair Brotchie Alfred Jarry - Ein pataphysisches Leben nach. Voll von Anekdoten, denen Brotchie seine biografischen Recherchen gegenüberstellt, zeichnet das mit zahlreichen Bildern ausgestattete Buch nicht nur Jarrys kurzes Leben, sondern auch die Frühzeit der Moderne nach.«
Peter Bauer, orf.at

»Als die Moderne modern wurde:
Er gilt als einer der Urväter der Moderne, doch viel war vor allem im deutschsprachigen Raum über ihn nicht bekannt: Alfred Jarry, der seine Wurzeln im 19. Jahrhundert hatte, dessen Theaterstücke, Romane und anderen Texte die Moderne jedoch weit über seinen Tod im Jahr 1907 hinaus bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts beeinflussten. Die liebevoll ausgestattete Biografie von Alastair Brotchie beschäftigt sich ausgiebig mit dem kurzen, von Anekdoten überstrahlten Leben Jarrys und seiner Wirkung bis ins 21. Jahrhundert hinein.«
Simon Hadler, orf.at

»Die umfassend recherchierte, gewaltige Biografie des wilden Poeten der Ur-Moderne Alfred Jarry ist so lebendig erzählt wie ausnehmend schön gestaltet.«
Alexander Kluys, buchkultur

»Alastair Brotchie hat mit seiner Alfred Jarry Biografie ein großartiges Buch vorgelegt. Auf mehr als 500 - mit unzähligen Fotos gespickten - Seiten werden das Werk und das Leben von Alfred Jarry umfassend dargelegt. Dem Erfinder der ›Pataphysik‹ - dieser Nonsenswissenschaft, hat Brotchie ein würdiges Denkmal gesetzt. Ein Muss für jeden, der sich für die Avantgardegeschichte des 19. und 20. Jahrhunderts interessiert.«
Gerhard Pretting, Ö1, Ex Libris

»Einer eleganter und noch lebendiger geschriebenen Darstellung des Lebens und Schaffens von Alfred Jarry dürfte man so bald nicht begegnen. Enorme Lebenschronik eines bedeutsamen Künstlers.«
Matthias Eichardt, 07 Das Stadtmagazin

»Brotchie, dem ausgewiesenen Fachmann für Dada-, Surreal- und ähnliche -ismen ist eine feingliedrige, hervorragend (mit z.T. bisher unbekanntem Material und Briefen) untersetzte, um zahlreiche Fotos und Grafiken ergänzte, anekdotenreiche und (damit) gut lesbare Biografie eines außergewöhnlichen Menschen gelungen, von dem viel mehr blieb als ›merdre‹!«
Karsten Zimalla, Westzeit

»Eine liebevoll gestaltete Biographie:
[…], die in Form und Inhalt neue Standards setzt.«
Thomas Laux, Dokumente. Zeitschrift für den deutsch-französischen Dialog

»Der französische Schriftsteller Alfred Jarry (1873–1907) führte ein kurzes, wildes Leben zwischen Genie und Witzboldentum. Das zeigt sehr anschaulich die üppige, amüsante Biografie von Alastair Brotchie. Tatsächlich wimmeln im Buch die Anekdoten wie das Ungeziefer in Jarrys Lebemänner-WG im 5. Arrondissement, die der Poet ›Calvaire du Trucidé‹ (Martyrium des Abgemurksten) nannte. [...]
Und so wie Jarry literarischer Könner und überkandidelter Witzbold in einem war, so vereint Alastair Brotchies nun auch ins Deutsche übersetzte, herrlich mit Fotos und Zeichnungen der damaligen Zeit illustrierte Biografie sorgfältige Literaturgeschichts-
schreibung mit der Komik eines durch und durch grotesken Lebens.«
Linus Schöpfer, Tagesanzeiger

Lesen Sie von der Redaktion Perlentaucher ausgewählte Auszüge aus dem Jarry-Buch in der Rubrik ›Vorgeblättert‹ unter: www.perlentaucher.de

Positive längere Erwähnung oder Besprechung des Buches auf folgenden blogs:
http://titel-kulturmagazin.net
http://glitzerwasser.blogspot.de


Weihnachtsgeschenk-Empfehlungen 2014 durch folgende Redaktionen:


Helmut Mayer von der Feuilletonredaktion der Frankfurter Allgemeinen Zeitung empfiehlt das Buch zu Weihnachten mit der Begründung: »Weil man sonst noch glaubt, dass dieses Leben eine Erfindung seiner pataphysischen Verehrer ist.«

Ijoma Mangold von der Kulturredaktion der ZEIT empfiehlt die Jarry-Biografie: »Auch was es nicht gibt, ist wahr, sagt die Pataphysik. Zum Glück gibt es über deren Begründer diese Wunderkammer-Biografie!«

»Weihnachten naht im Sauseschritt - was schenkt man dem Velofan dieses Jahr?«
Die allersympathischste Rezension und Empfehlung des Buches hat - in unseren, selbstverständlich subjektiven Verlegeraugen - bislang das Schweizerische Velojournal (Magazin für Alltag und Freizeit, Zürich, 2014/6) veröffentlicht. Es ist die einzige Rezension, die - unter dem Titel ›Pataphysik auf dem Velo‹ - tatsächlich pataphysischen Geist atmet! Sie ist leider zu lange, um hier zitiert zu werden. Und pataphysisch erscheint auch der Kontext der Besprechung: Nachdem die Jarry-Biografie von Alastair Brotchie ausführlich als allererster Tipp (vielen Dank!) vorgestellt worden ist, folgen weitere Geschenk-Empfehlungen. Diese werden unter Rubriken abgehandelt wie: ›Exklusiv und schön klingeln‹ (eine schöne ›Lüüti‹, sagt das Journal, soll man schenken, sprich: die Fahrrad-Klingel einer bestimmten Marke); dann, unter ›Ein trockenes Füdli schenken‹ der Hinweis auf praktische, wasserabweisende Sattelschoner; und schließlich, unter ›Das Klick-Klack-Licht‹, nun..., ich lasse Sie raten. Oder noch besser: in der Zeitschrift selber (Seiten 20-23) nachsehen. Denn: Fahrradfahren in der Schweiz atmet - pataphysischen Geist! Es lebe Alfred Jarry (und die Zürcher Velo-Dadaisten)! Vielen Dank!


Leserbriefe:


Eben gerade bin ich im Perlentaucher auf das Piet-Meyer-Verlag-Buch gestoßen, ein PMV-Buch aus dem Unruhe-Geist dieses Verlags, ich meine Brotchies Jarry. Natürlich ist das ein ›Kunst‹-Buch, Zeitbild, Textbild, erzählte Kunst. Malen und so Schreiben wie Jarry liegen so weit nicht auseinander. Großer Glückwunsch zu diesem Griff, auch zu deiner Übersetzerin! Auch das ist empathisch-intentionale Phantasie, deine Phantasie & verlegerische Vorstellungskraft. Und natürlich möchte ich das Buch sobald als möglich lesen!
dein K
Klaus Binder
Übersetzer, Herausgeber und Autor, Frankfurt a. M.

Lieber Herr Meyer,
Habe eben gerade zum ersten Mal ein Exemplar der Jarry-Biografie in Händen: Hinreissend! Ein wunderbares Buch, das ich mir sofort kaufen müsste ...
Gratulation!
Mit pataphysischen Grüssen
Markus Wieser
Buchhandels-Vertreter, Präsident des Zürcher Buchhändler- und Verlegerverbands (ZBVV), Programmleiter des Literaturfestivals Zürich-liest

Lieber Herr Meyer,
dass Sie interessante und schöne Bücher verlegen, ist hinlänglich bekannt.
Ihre JARRY Biographie aber ist nicht zu toppen. Glückwunsch und Dank an Sie und Fahnert + Koch! Es ist ein Geschenk für unsere Kunden!
Herzliche Grüße,
Walther König
Kunstbuchhändler, Köln


Pressestimmen zur englischen Originalausgabe:


»Eine fesselnde, genauestens recherchierte und dazu elegant geschriebene Biografie.«
The New York Review of Books

»Brotchies gründliche, in trockenem Humor gehaltene Biografie ist die ausführlichste Darstellung dieses Autors und seiner Bedeutung, die derzeit zu haben ist […], unwahrscheinlich, dass sie je übertroffen werden könnte.«
The Literary Review

»Alfred Jarry bietet viele neue Fakten, sachhaltige Analysen und einen Strauß ausnehmend unterhaltsamer Geschichten.«
Bookforum

»Alistair Brotchie liefert eine großartige Chronik: das Leben eines Schriftstellers, verwoben mit der Epoche des französischen Fin de Siècle.«
Times Literary Supplement, Book of the Year 2011
Simon Grant - Ref-verenz

Aus dem Englischen
von Andreas Wirthensohn
208 Seiten
152 Abbildungen, davon 135 in Farbe
Hardcover mit Schutzumschlag
KapitaleBibliothek Nr. 7
Format 18,8 × 26,6 cm
ISBN 978-3-905799-26-2
€ 28.40 [D] / € 29.20 [A] / CHF 32.00

Simon Grant (Hg.):

Ref/verenz

Zeitgenössische Wahlverwandtschaften


Kunstgeschichte(n) neu erzählt – von 80 zeitgenössischen Künstlern, die darüber Auskunft geben, welche Künstler früherer Zeiten sie lieben, welche Werke früherer Meister sie nachhaltig inspiriert und in ihrer Arbeit beeinflusst haben. Rachel Whiteread (geb. 1963) beschreibt Piero della Francesca (um 1415–1492) als Maler mit so herausragenden plastischen und architektonischen Qualitäten, dass sie, die zeitgenössische britische Bildhauerin, behauptet, vor dessen Gemälden seit Jahren immer wieder aufs Neue sehen und arbeiten zu lernen. Urs Fischer (geb. 1973) hingegen, der Schweizer, hat in Medardo Rosso (1858–1928) sein Vorbild gefunden. Er erzählt von so merkwürdigen (ja abstrusen) Dingen, dass man danach sowohl Fischer als auch Rosso neu wahrnimmt. Und Ed Ruscha (geb. 1937), der kalifornische Altmeister, bekennt, dass er seit Jahrzehnten – seit 1961! – bei jedem Besuch in London die Tate Gallery aufsuchen muss, um dort der engelsgleichen, im Wasser treibenden Ophelia des englischen Präraffaeliten John Everett Millais (1829–1896) zu begegnen ...
Immer wieder gerät man ins Staunen und empfindet das Buch wie ein Kaleidoskop: Blättert man eine Seite um, tun sich neue Einsichten und Zusammenhänge auf. An einer Stelle sagt Jeremy Deller (geb. 1966), der britische Konzept-, Video- und Installationskünstler, über seinen Landsmann William Hogarth (1697–1764): »Zwar ist er seit fast 250 Jahren tot, aber er ist ein zeitgenössischer Künstler.« Eine größere Reverenz kann einem längst Verstorbenen wohl nicht erwiesen werden. Das ist das Schöne an diesem vielstimmigen Buch: Jeder Text ist mit Herzblut geschrieben. Grenzen und Distanzen zwischen Generationen, zwischen Räumen und Zeiten werden – weil die Augen von Künstlern es so empfinden – wieder und wieder aufgehoben, von Seite zu Seite macht man Entdeckungen: ein Buch voll neuer Referenzen!

Zum Autor: Der Brite Simon Grant (geb. 1967) ist Schriftsteller und Kunstkritiker und arbeitet für Medien wie The Guardian, The Times Literary Supplement, The Independent on Sunday, The Burlington Magazine und Parkett. Daneben ist er Redakteur bei Tate Etc. und Mitbegründer der Londoner Kunstzeitschrift Picpus. Er lebt in London.


Pressestimmen:


»Tatsächlich bietet diese besondere Anthologie herrliche Ausflüge in die Kunstgeschichte. Sie erlaubt, Kunst mit den Augen von Künstlern zu sehen und lässt – selbst im vermeintlich Bekannten – Neues entdecken. Nicht nur im Werk der Porträtierten, sondern mindestens ebenso in dem der Porträtierenden. Aus Simon Grants eigentlich ›einfacher Idee‹ ist eine schier unerschöpfliche Fundgrube geworden. Darin zu Stöbern, macht Laune – zumal das Buch auffallend schön gestaltet und reich bebildert ist –, und bringt quasi nebenbei einen enormen Erkenntnisgewinn.«
Eva Hepper, deutschlandradiokultur.de

»Das Spielen über Bande ist nicht nur kunstvoller, sondern oft auch interessanter und aufschlussreicher – für Gespräche mit Künstlern gilt das ebenfalls. Anstatt zu fragen, wer sie beeinflusst habe, ist es eleganter, sie zu einem ausgesuchten Werk das Wort ergreifen zu lassen. Sie werden dadurch zu Akteuren und Anwälten einer Sache, die ihnen wichtig ist. […] Der Journalist Simon Grant hat […] 80 Künstlerinnen und Künstler gebeten, ihr Lieblingswerk aus der Kunstgeschichte zu nennen und die Auswahl zu begründen. Aufschlussreich ist das vor allem bei zurückhaltenden Persönlichkeiten wie Tomma Abts. Wie sich die Malerin für eine fast schon psychedelisch anmutende japanische Tierdarstellung auf mehrteiligen Paravents aus der Edo-Zeit begeistern kann, ist erstaunlich lustig: Voller Empathie vermag sie sich in jemanden hineinzuversetzen, der im stark formalisierten Malprozess den Überblick über das verliert, was er eigentlich darstellen wollte. […] John Bock schreibt wunderbar über das Werk des Outsider-Künstlers Armand Schulthess, dessen philosophischer Garten nur noch auf Fotografien existiert, weil er von seinen Nachfahren zerstört wurde. Und der polnische Maler Wilhelm Sasnal erweist Georges Seurat nicht nur in einem amüsanten Text Ehre, sondern zitiert die Badenden bei Asnières auch in einem seltsam gescheiterten Bild.«
Silke Hohmann, monopol

»Das vom ambitionierten Piet-Meyer-Verlag äußerst sorgsam gestaltete bibiophile Kleinod offenbart ganz neue Perspektiven, wie man Kunstgeschichte erleben kann. Spannend ist es zu entdecken, wie arrivierte und junge Talente mit Genies in Kontakt treten, sie konterkarieren, ihnen bewusst und unbewusst artifiziell Reverenz erweisen. Im Spiegel der Referenz entstand eine Anthologie, die, trotzdem sie keineswegs Wert auf Vollständigkeit erheben, viel Unbekanntes ans Tageslicht hievt. Oder hätten Sie gewusst, dass Hiroshi Sugimoto für Petrus Christus schwärmt, erahnt, dass John Baldessari Sigmar Polke, Raymond Pettibon Victor Hugo verehrt, Erwin Wurm Poul Genres oder Jorge Pardo Gustave Courbet als Initiation nennt, dass Paul Noble Kurt Schwitters nachstrebt? So wird mancher vor Jahrhunderten Verstorbener zum aktuellen Zeitgenossen.«
Gregor Auenhammer, Der Standard

»Seit gerade mal sechs Jahren gibt es den Kunstbuchverlag von Piet Meyer. Und wenn der Hausherr eine Schatzkiste als Firmenlogo gewählt hat, dann macht das insofern Sinn, als ›seine‹ Titel schon so was wie kleine Schätze sind. Zum Beispiel der Band Ref/verenz, für den der britische Autor Simon Grant zeitgenössische Künstler zu ihren Vorbildern befragte. Wer hätte etwa vermutet, dass Berufsprovokateur Thomas Hirschhorn auf Andy Warhol steht? – Überraschend, flott geschrieben und hübsch aufgemacht.«
Paulina Szczesniak, Züritipp im Tages-Anzeiger

»Einige der bedeutendsten bildenden Künstler der Gegenwart hat der britische Kunstkritiker Simon Grant nach ihren liebsten Werken der Meister der Vergangenheit befragt. Die daraus resultierenden Texte hat er, wunderbar bebildert, in dem Band Ref/verenz zusammengefasst. Es sind teilweise sehr überraschende Wahlverwandtschaften, die man auf dieser Entdeckungsreise durch die Kunstgeschichte erkunden kann.«
Christoph Hartner, Kronen Zeitung

»Wie denken Kunstschaffende über die Kunst anderer? Simon Grant hat rund 80 Künstlerinnen und Künstler eingeladen, ein Werk ihrer Wahl zu beschreiben. Das Resultat ist überraschend.«
Claudia Jolles, Kunstbulletin

Pressestimmen zur englischen Originalausgabe:


»Eine bestechend einfache Idee, ausgeführt in einem hoch attraktiven, schön illustrierten Band.«
The Financial Times, »Best Books 2012«

»Eine faszinierende Idee. Dieses wunderbare Buch öffnet uns völlig neue Wege, Bilder zu sehen. […] Die sehr persönlichen Geschichten enthüllen tiefe Verwandtschaften zwischen Künstlern, werfen ein Licht auf das kreative Schaffen heute und in der Vergangenheit, bereiten nicht zuletzt die Freude, die von jeder Begegnung mit großer Kunst ausgeht.«
Good Book Guide

»Immer aufs Neue faszinierend.«
The Spectator

»Eine brillante, so streitlustige wie provokative Anthologie, die zum Stöbern einlädt. […] Wenn wir das Buch aus der Hand legen, haben wir ganz viele Wege gefunden, auch uns selbst zu erkunden. Davon abgesehen, dass wir Talent und visionäres Genie von Künstlern heute sehr viel besser verstehen: gespiegelt an Talenten und Genies aus fernen Zeiten.«
Marina Vaizey, V&A Magazine

»Fesselnd […] elegant ausgestattet und klug arrangiert.«
The Art Newspaper



Leere Wand

Aus dem Englischen
von Werner Richter
320 Seiten
25 Abbildungen, davon 18 in Farbe
Hardcover mit halbem Schutzumschlag
KapitaleBibliothek Nr. 6
Format 14,2 × 22,9 cm
ISBN 978-3-905799-19-4
€ 23.30 [D] / € 24.00 [A] / CHF 26.00

Sandy Nairne:

Die leere Wand

Museumsdiebstahl
Der Fall der zwei Turner-Bilder


In der Nacht auf den 29. Juli 1994 werden in der Frankfurter Schirn Kunsthalle auf dreiste Weise drei Bilder entwendet: ein Caspar-David-Friedrich- und zwei Turner-Gemälde, welche der Londoner Tate Gallery gehören; letztere sind mit 29 Millionen Euro versichert. Damit beginnt einer der spannendsten Kunst- und Museumskrimis der letzten zwei Jahrzehnte.

Sandy Nairne, Autor des vorliegenden Berichtes, ist damals Programmdirektor an der Tate. Er erhält den Auftrag, die Anstrengungen zu koordinieren, welche zur Wiedererlangung der Bilder führen sollen – Bilder, die in den Augen britischer Kunstliebhaber allerhöchstes Prestige, ja den Status von Nationalheiligtümern besitzen. Es folgen acht Jahre unendlich verwickelter Bemühungen, zerschlagener Hoffnungen, immer neuer, anstrengender, häufig abenteuerlicher Anläufe. Wie bei jedem Krimi sind Intelligenz, Chuzpe und Durchhaltevermögen sowie gute Nerven gefragt. Am Schluss sind Nairne und sein Team erfolgreich: Die Bilder kehren wohlbehalten nach London zurück, wo sie heute wieder zu besichtigen sind.

Der Bericht von Nairne über diese mehrjährige Achterbahnfahrt zwischen Hoffnung und Enttäuschung ist ein Lehrstück in Sachen britischen Kampfgeists. Es ist ein spannendes und erstaunliches Buch geworden, das auch andere, vergleichbare Diebstahlfälle aus der internationalen Museumswelt erwähnt und in diesem Umfeld der Frage nachgeht, was Diebe sich von solchen Raubzügen erhoffen, was sie motiviert. Ein Krimi, der im wahren Leben spielt und Fragen aufwirft, die höchst reale sind – Fragen (beispielsweise museumsethischer Natur), die so komplex sind, dass Antworten auch in Zukunft eine Herausforderung darstellen werden.

Zum Autor: Sandy Nairne, Kurator und Autor, Direktor der National Portrait Gallery in London, war zuvor Director of Programmes an der Tate Gallery, Director of Visual Arts des Arts Council of Great Britain und Director of Exhibitions am ICA, London.


Pressestimmen:


Deutschlandradio Kultur reiht Die leere Wand – Museumsdiebstahl. Der Fall der zwei Turner-Bilder unter die Top-5-Empfehlungen im März 2013:
»Dieses Buch räumt auf mit dem Klischee vom genial sympathischen Kunstdieb. Über acht Jahre forschte der ehemalige Programmdirektor der Londoner Tate Gallery zwei geraubten Turner-Gemälden nach. Sein packender Insider-Bericht liest sich besser als jeder Krimi.«
Deutschlandradio Kultur

»Normalerweise wird über die Hintergründe des Kunstdiebstahls nicht so offen geredet, wie Nairne dies hier tut. Und schon gar nicht über alle Probleme der Verhandlung mit den Versicherungen, mit den Mittelsmännern der Diebe, der Organisation des Geldes, der Abklärung zwischenstaatlicher Rechtsprobleme und der Prüfungen, ob es sich überhaupt um die echten Bilder handelt, die zurückgegeben werden sollten. […] Die lückenlose Geschichte bietet einen ungewöhnlichen Blick hinter die Kulissen nicht alltäglicher Museumsarbeit. Im zweiten Teil des Buches erlaubt sich Nairne zudem grundsätzliche Fragen und ein wenig auch die jüngere Geschichte des Kunstdiebstahls zu reflektieren. […] Die Mythen, die Literatur und Kino um Gentleman-Diebe und graue Eminenzen gesponnen haben, entzaubert Sandy Nairne in diesem lesenswerten Buch nachhaltig […].«
Andreas Strobl, Süddeutsche Zeitung

»Nairne schildert die unglaublichsten Dinge minutengenau und sachlich. […] Im Aufbau gestaltet Nairne sein Buch wie ein alter Meister […].«
Cosima Lutz, Die Welt

»Ein Buch verspricht jetzt Antworten: Die leere Wand von Sandy Nairne, damals Direktor der Londoner Tate Gallery. Mitreißend beschreibt er die Umstände der abenteuerlichen Wiederbeschaffung der Gemälde – ein echter Kunstkrimi mit überraschenden Erkenntnissen!«
Christine Romann, Hessischer Rundfunk/hauptsache kultur
Fernsehbeitrag vom 17.1.2013 online sehen, 6:11 min

»Eine weiße Wand, dort, wo zwei Gemälde von William Turner und eines von Caspar David Friedrich hängen müssten. Diebe hatten einen Wachmann überwältigt und die drei Gemälde gestohlen. […] Die Tate zahlte einen Millionenbetrag, und die Turners kehrten heim nach London. Die leere Wand erzählt jetzt die spannende Geschichte dieser Wiederbeschaffung.«
BR Fernsehen, BR-alpha/LeseZeichen

»Dem Leser sträuben sich die Haare, so unfassbar sind die Details […]. Sandy Nairne schreibt tage-, bisweilen uhrzeitgenau und baut so große Spannung auf. Seine Sprache klingt nach Polizeibericht und erreicht so ein hohes Maß an Authentizität und Seriosität.«
Eva Hepper, Deutschlandradio Kultur

»Fast zehn Jahre musste Nairne sich verpflichten, nichts über den Ablauf zu veröffentlichen. Als er endlich die ›Freigabe‹ bekommen hat, schrieb er nicht nur seine Agentengeschichte unter dem Titel Die leere Wand nieder, sondern fügte dem Buch einen zweiten Teil hinzu, der sich mit den moralischen, rechtlichen und ethischen Fragen beschäftigt. Wer Sandy Nairne nicht im Vortrag erleben kann, dem sei das unglaublich kurzweilige, dramatische und reflektierende Buch unbedingt empfohlen.«
Christof Habres, Wiener Zeitung

»Es war ein ebenso dreister wie spektakulärer Coup: In den späten Abendstunden des 28. Juli 1994 überwältigten drei Männer, die sich am Abend in der Schirn Kunsthalle hatten einschließen lassen, einen Wachmann und entwendeten drei weltberühmte Gemälde […] und ließen das zurück, was Nairnes Buch den Titel gegeben hat: eine leere Wand. Dem Autor geht es dabei nicht zuletzt auch um die moralische und ethische Dimension eines Deals, bei dem letztlich Lösegeld für Kunst gezahlt wurde.«
Doris Aust, Die Rheinpfalz

»›Ihre Bilder sind Opfer einer Geiselnahme.‹ Nein, das ist kein Satz aus einem irrwitzigen Kunstkrimi, sondern einer, den sich Sandy Nairne, einst Programmleiter der Tate Gallery, nach dem Raub von zwei William-Turner-Gemälden 1994 anhören musste. Die komplexen, langjährigen Verhandlungen zur Rückführung der Bilder schildert er in seinem nun auch auf Deutsch erschienenen Buch – einer Mischung aus Rapport und Erlebnisbericht. Verblüffend, teils absurd, spannend und hoch brisant!«
Deborah Keller, Züritipp im Tages-Anzeiger

»Am kommenden Montag [7.1.2013] ist es zehn Jahre her, dass in der Londoner Tate Gallery zwei berühmte Gemälde wieder an die Wand gehängt wurden, die 1994 aus der Kunsthalle Schirn in Frankfurt/Main geraubt worden waren. Achteinhalb Jahre hatte es gedauert, sie wiederzubeschaffen. Was dabei im Hintergrund ablief, beschreibt einer der Hauptverantwortlichen in einem Buch, das Krimis wie Die Thomas Crown Affäre und Ocean's Eleven an Spannung nicht nachsteht.«
dpa/Die Welt/Stern

»Spannend wie Ocean's Eleven.«
dpa/MOZ

»Trotz einer gewissen Detailverliebtheit in beiden Teilen des Buches, die im Falle der rechtlichen Hintergründe zum Verständnis allerdings durchaus notwendig ist, liefert Nairne insgesamt eine spannende Dokumentation der Wiederbeschaffung der beiden Gemälde. Zusammen mit der anschließenden umfassenden Aufarbeitung des Phänomens Kunstraub ist die Lektüre von Nairnes Publikation wohl besonders jenen zu empfehlen, die an einer weit gefassten Einführung in das Thema Museumsdiebstahl interessiert sind.«
Julia Gartner, portalkunstgeschichte.de

Die Zeitschrift monopol empfiehlt in ihrer Januar-Nummer das Buch von Sandy Nairne: Die leere Wand – Museumsdiebstahl. Der Fall der zwei Turner-Bilder als eines von vier »Büchern des Monats«.

»Das Buch [Die leere Wand – Museumsdiebstahl. Der Fall der zwei Turner-Bilder] beschreibt die sehr abenteuerliche und spannende Wiederbeschaffung der Gemälde und ist ein echter Kunstkrimi!«
Strandgut – Das Kulturmagazin

»Für Panzerknacker und Kunstfreunde.«
Kim Uridat, fusznote/Bochumer Literaturkritik

Blogstimmen:


Rezension auf dem blog aus-erlesen.de: http://aus-erlesen.de/?p=2507


Pressestimmen zur englischen Originalausgabe:


»Mich hat Sandy Nairnes Bericht haarsträubender Tatsachen regelrecht gepackt, welche Mühe, die beiden Turners zurückzuerlangen!«
Books of the Year, The Spectator

»[…] ein fesselnder Ausflug hinter die Kulissen: die Geschichte einer unerhört verwickelten Wiederentdeckung.«
ARTnews

»Sandy Nairne führt uns ins Labyrinth der Kunst- und Unterwelt, was er erzählt, muss keinen Vergleich mit Raymond Chandlers verwickelten Storys scheuen […]. Dazu noch hochinteressante Überlegungen zu Kunsträubern, ihren Motiven und zur Frage, was uns das eigentlich angeht.«
Royal Academy Magazine

»[…] eine nachdenkliche (und sehr persönliche) Einführung ins dunkle Geschäft des Kunstraubs.«
The Sunday Times
Gayford Hockney

Aus dem Englischen
von Benjamin Schwarz
248 Seiten
161 Abbildungen, davon 154 in Farbe
Hardcover mit Schutzumschlag
KapitaleBibliothek Nr. 5
Format 16,2 × 23,5 cm
ISBN 978-3-905799-18-7
€ 28.40 [D] / € 29.20 [A] / CHF 32.00

Martin Gayford:

A Bigger Message

Gespräche mit David Hockney


David Hockney (geboren 1937) gleicht einem Physiker: Mit Passion untersucht er die Extreme und geht dem Überdimensionierten, aber auch dem sehr Kleinen, kaum Handtellergroßen nach. Er hat wie kein Künstler der letzten Jahrzehnte riesige – 12 Meter breite! – Bilder gemalt und mit Hilfe seiner iPhones und iPads farbige Winz-Dingerchen gezeichnet, die wie wunderschöne Kleinstikonen aussehen. Seine Neugier auf die Welt, auf technologische Innovationen, aber auch auf die alten, in seinen Augen notwendigerweise immer wieder neu zu formulierenden, neu anzupackenden Probleme künstlerischer Darstellung hat er nie verloren; sie machen ihn bis heute zu einem wunderbar gescheiten, unterhaltsamen und oft sehr humorvollen Gesprächspartner.

Das konnte Martin Gayford erfahren, der britische Kunstkritiker, der ihn über zehn Jahre lang regelmäßig in Nordengland aufgesucht hat, im alten Familiensitz der Hockneys in Yorkshire, wohin der Künstler nach fast lebenslanger Abwesenheit, nach Reisen um die halbe Welt und vor allem nach Kalifornien, nun zurückgekehrt ist. Die beiden reden, während sie im Atelier stehen oder die schöne Landschaft der Umgebung aufsuchen, über die verschiedenen Etappen im Leben von Hockney; Anekdoten werden berichtet, Geschichten über Freunde und Bekannte (Cartier-Bresson, Billy Wilder und andere) erzählt, und man erinnert sich all jener früheren Dichter und Künstler, die sich – vor längerer Zeit – auch schon denselben künstlerischen Problemen gestellt haben. Die Atmosphäre ist, man kann es nicht anders nennen, britisch-gepflegt: sehr entspannt, optimistisch, heiter, ironisch und immer inspirierend. So soll das Leben sein, so soll man arbeiten – das werden sich manche sagen, wenn sie dieses Buch wieder aus der Hand legen.

Zum Autor: Der Brite Martin Gayford ist Kunstkritiker, schreibt für Zeitungen und kuratiert Ausstellungen (www.martingayford.com). Er lebt in Cambridge und hat mehrere Bücher verfasst, darunter die schöne, sehr spannende in unserem Verlag erschienene Studie: Mann mit blauem Schal. Ich saß für Lucian Freud. Ein Tagebuch, 248 Seiten, 64 Abbildungen, ISBN 978-3-905799-11-8.


Pressestimmen:


»A Bigger Message überzeugt nicht allein durch seinen reichen Inhalt und die vielen farblich präzis wiedergegebenen Abbildungen, die einen ausgezeichneten Einblick in das vielschichtige Schaffen Hockneys vermitteln. Das Buch ist ebenso liebevoll gemacht. […] Wie gute Kunst ist auch das Büchermachen eine Frage der Haltung.« André Behr, Falter

Buchtipp der art-Redaktion im März 2013:
»A Bigger Message. Gespräche mit David Hockney […] Das Dokument einer faszinierenden Künstlerkarriere und das Zeugnis eines genialen, noch immer neugierigen Geistes.«
Peter Meyer, art-magazin.de

Daniel Völzke von der monopol-Redaktion empfiehlt in der Rubrik »Dinge, die uns glücklich machen – Teil 2: Bücher, Serien, Editionen und Musik«:
»A Bigger Message. Gespräche mit David Hockney: Der britische Maler David Hockney in ausschweifenden Interviews über Stadt, Land, Fluss, über Kollegen, Megaformate und Apple-Produkte. Lohnt allein schon wegen der Fotos, die den Hosenträgerträger bei der Plein-Air-Arbeit zeigen.«
Daniel Völzke, monopol

»Der tiefe Einblick in die Denkweise und das Schaffen David Hockneys wird unterstützt durch die besondere Auswahl von Abbildungen in dem mit Hingabe und Liebe zum Detail herausgegebenen Band.«
Kristina Westphal, junge Welt

»[…] schön gemachtes Buch, der Buchblock liegt kompakt in der Hand, schönes Papier und ein einfacher, ansprechender Satz. In Zeiten des E-Books sei in Erinnerung gerufen: Bücher können sich auch gut anfühlen. Bei einer erfreulichen Lektüre ein doppelter Gewinn.«
Andreas Brunner, QWIEN

»Geschenktipp für Weihnachtsmuffel: Martin Gayford, A Bigger Message. Gespräche mit David Hockney, Piet Meyer Verlag. Der berühmte Pop-Maler äußert sich unverblümt zu seiner Kunst. Adrenalin pur.«
Gerhard Mack, NZZ am Sonntag

»Die Queen porträtieren? Lieber nicht, fand Pop-Art-Veteran David Hockney, als er 2000 ins heimische Yorkshire zurückkehrte. Nach jahrzehntelangem Malen kalifornischer Pools und der drin planschenden Grazien – seine ›Beverly Hills Housewife‹ wurde unlängst für acht Mio. Dollar versteigert – stand dem kettenrauchenden Original der Sinn eher nach der Landschaft seiner Kindheit. Dort hat ihn der bekannte Kritiker Martin Gayford besucht – und seine Erlebnisse nun zu einem flotten Tagebuch verarbeitet.«
Paulina Szczesniak, Züritipp im Tages-Anzeiger

A Bigger Message wurde am 11. Oktober 2012 von 3sat empfohlen.
Gert Scobel, 3satbuchzeit zur Frankfurter Buchmesse

»A Bigger Message. Gespräche mit David Hockney, ein Werk, das auch unter den Kunstbüchern seinen ganz besonderen Platz einnimmt.«
Dominik Lepuschitz, European News Agency

Martin Gayford, A Bigger Message. Gespräche mit David Hockney empfohlen in der Rubrik »besonders spannend oder lehrleich«.
Marina Krauth (Buchhandlung Felix Jud, Hamburg), Deutschlandradio Kultur

»Die Weihnachtsempfehlungen der Redaktion – Ratschläge für Unentschlossene:
Martin Gayford, A Bigger Message. Gespräche mit David Hockney, weil bei dem gelehrten Maler David Hockney auch der Blick geschärft wird.«
Helmut Mayer, FAZ Literatur

In der Literaturen-Weihnachtsumfrage 2012 empfiehlt Gert Scobel als eines von sechs Büchern: Martin Gayford, A Bigger Message. Gespräche mit David Hockney, Piet Meyer Verlag.
Gert Scobel, Literaturen


Pressestimmen zur englischen Originalausgabe:


»Eine lohnende Lektüre.«
The Times Literary Supplement

»Es ist eine außerordentliche Gabe, mit der es Martin Gayford fertigbringt, dass Künstler sich öffnen.«
Royal Academy Magazine

»Elegant, mit berückender Leichtigkeit geschrieben.«
The Observer

»Verführung zum Lesen.«
The Irish Times

Aus dem Englischen
von Heike Reissig
248 Seiten
64 Abbildungen, davon 58 in Farbe
Hardcover mit Schutzumschlag
KapitaleBibliothek Nr. 4
Format 15,2 × 22,9 cm
ISBN 978-3-905799-11-8
€ 28.40 [D] / € 29.20 [A] / CHF 32.00

Martin Gayford:

Mann mit blauem Schal

Ich saß für Lucian Freud
Ein Tagebuch


Über einen Zeitraum von mehr als 7 Monaten (28. November 2003 bis 4. Juli 2004) sitzt Martin Gayford, Londoner Kunstkritiker, Buchautor und Freund von Lucian Freud, dem britischen Maler Modell. Der Kritiker führt Tagebuch: über jede Sitzung, über die Gespräche mit dem Meister, über seine Gefühle, während jeder Zoll seines Gesichtes gemustert, beobachtet und auf die Leinwand transponiert wird, und er hält die Konzentration und Spannung ebenso fest wie die manchmal quälende Langsamkeit – oder gar Langeweile, mit welcher das Bild millimeterweise entsteht.

Freud äußert sich mit Witz über Künstlerkollegen, die er gekannt hat, darunter Picasso, Max Ernst, Giacometti und Francis Bacon. Er gibt dabei Ansichten zum Besten, die häufig ungewöhnlich, immer aber interessant und erhellend sind (Ansichten, die einem Kunstkritiker oder Kunsthistoriker nicht im Traum einfallen würden ...). Der Maler äußert sich über die Kunst im Allgemeinen, über seine eigene Arbeit im Besonderen, und er spricht, immer mit Hochachtung, von den alten Meistern, seinen Lieblingsmalern. Dieses Tagebuch liest sich, Seite für Seite, spannend wie ein Roman.

Lucian Freud ist 1922 in Berlin geboren und vor Kurzem in London gestorben. Der Enkelsohn von Sigmund Freud musste 1933 mit seiner Familie nach London flüchten. Er gilt weltweit als einer der großen Maler unserer Zeit (und hat etwa die britische Königin, die Entourage von Mick Jagger, aber auch Ganoven und Freunde aus der Londoner Unterwelt porträtiert). Der Prozess, in den er den ihm geduldig Modell Sitzenden hineinzieht, hat etwas Meditatives, ist wie eine lange (monatelange) zenbuddhistische Übung und Strecke, welche die beiden in Stille und Konzentration, nur manchmal durch kurze Gespräche unterbrochen, zurücklegen. Am Ende ist ein gelungenes Bild da. Das Buch ist damit auch ein anschauliches Dokument dessen, wie Kunst funktioniert, wie Malerei konkret entsteht, Strich für Strich, Augen-Blick für Augen-Blick, wie ein Bild Schritt für Schritt, aus tausend Farbtupfern und tausend Kontrollgängen des Künstlers dazwischen, Gestalt annimmt. Dieses Buch ist ein Augenöffner, ein Glücksfall für jeden, der sich heute noch für Malerei (so wie sie seit Jahrhunderten geübt worden ist) interessiert.
Eine Schule des Sehens, des wirklichen Hinschauens – und Verstehens.

Zum Autor: Der Brite Martin Gayford hat wichtige Studien über Constable, van Gogh und Gauguin veröffentlicht und 2009 die Constable-Ausstellung in der Londoner National Portrait Gallery ausgerichtet. Er schreibt für zahlreiche Zeitungen und Zeitschriften. Mit der vorliegenden Studie über Lucian Freud ist er im deutschen Sprachraum zum ersten Mal bekannt geworden. Auch das Gesprächsbuch mit David Hockney: A Bigger Message, das in unserem Verlag auf Deutsch vorliegt, stammt von ihm.


Pressestimmen:


»Es ist ein Glücksfall. Als Chronik der Begegnung mit einem Ausnahmemenschen höchst unterhaltsam, geradezu spannend zu lesen, und zugleich eine vorzügliche Einführung in das (Porträt-)Schaffen des Malers. […] Gayford [erweist sich] selbst als ein hochbegabter Porträtist. Den Maler, vor allem aber diesen einen ausgedehnten Moment, den langwierigen Entstehungsprozess des Gemäldes, weiß er reich nuanciert, farbenprächtig und äußerst lebendig abzubilden. […] Es ist ein großes Glück, dass wir diesen großen Maler nun auf einer seiner letzten Entdeckungsreisen begleiten können.«
Manfred Schwarz, Süddeutsche Zeitung

»Wahr und wahrhaftig ist dieses Buch. […] Selten zuvor wurde der Prozess des Malens und des Gemaltwerdens so tiefgründig und intensiv beschrieben. Dass dem Porträtierten zudem selbst ein herausragendes Porträt gelungen ist, dass er den Maler Lucian Freud tatsächlich so in den Blick bekommen hat, wie dieser ihn, macht dieses Buch zu einer Kostbarkeit.«
Eva Hepper, Deutschlandradio

»Martin Gayford [hat] ein wunderbares Buch über seine Qualen und Erkenntnisse als Modell von Lucian Freud geschrieben […] ein Buch über die Suche nach der Wahrheit und die Kraft des Sehens.«
Hans Pietsch, art

Das Städel Museum in Frankfurt am Main kürt dieses Buch im April 2013 zum »BUCHTIPP DES MONATS«:
»[…] wir erhalten [hier] ein einzigartiges Buch über die hohe Kunst des Porträtierens. Das übrigens auch ganz wunderbar gestaltete Tagebuch liest sich, Seite für Seite, spannend wie ein Roman. Eine beeindruckende Erzählung über die Kunst der Malerei, in der wir erfahren, was für ein Künstler – und auch was für ein Mensch – der 1922 in Berlin geborene Lucian Freud war.«
Axel Braun, Städel Blog, Städel Museum, Frankfurt a. M.

»Dieses Tagebuch bietet viel mehr, als das Thema andeutet. […] Die langen Sitzungen wurden intime Begegnungen. […] Gayford lässt auch Hintergrundwissen einfließen und diskutiert über andere Bilder. Man erfährt, wie sehr alle Malerei für Freud Porträtieren war, das Einfangen von Individualität. […] Ein überaus lehrreiches und dabei angenehm unterhaltsames Kunstbuch.«
Ralf Stiftel, Westfälischer Anzeiger

»Mann mit blauem Schal. Ich saß für Lucian Freud aus dem Piet Meyer Verlag liest sich […] streckenweise spannend wie ein Roman. Der Leser verfolgt die Neugier und das Erstaunen Martin Gayfords angesichts des Malprozesses, die Inhalte der Gespräche und die anschaulich geschilderte Atelieratmosphäre mit wachsender Faszination.«
KUNST & material

»Der englische Kunstkritiker Martin Gayford ließ sich von dem Maler Lucian Freud (1922–2011) porträtieren. Über die drei Dutzend Sitzungen führte er ein Tagebuch […] nun ist dieser geistreiche, humorvolle Text als Buch erschienen. Mann mit blauem Schal. Ich saß für Lucian Freud ist feinste englische Unterhaltung, eine aristokratische Plauderei aus dem Nähkästchen des Kunstbetriebs.«
Philipp Holstein, Rheinische Post

»Ein Tagebuch, das tief in die Sigmund-Freud-Enkel-Seele blicken lässt, das man sich selbst besorgen und zudem mehrfach verschenken muss.«
Karlheinz Schmid, Informationsdienst Kunst

»Ein schön ausgestattetes Buch […], das sich spannend wie ein Roman liest.«
Saiten

»Das Buch [ist] nicht nur ein Dokument einer außergewöhnlichen Beziehung, sondern auch das Portrait eines der bedeutendsten Maler des 20. Jahrhunderts.«
Christoph Jablonka, Bayern 2

»Insgesamt 250 Stunden lang saß Martin Gayford für Lucian Freud Modell. Jetzt hat er ein fabelhaftes Buch über den britischen Maler geschrieben. […] Die Lektüre dieser Aufzeichnung wird den Leser verändern, ihn empfindsamer zurücklassen, ihm einen Sinn für Einzelheiten geben […].«
Jacques Schuster, Literarische Welt

»Martin Gayford saß dem Maler Lucian Freud, Enkel Sigmund Freuds Modell. Herausgekommen ist ein außergewöhnlich schönes Tagebuch dieser Begegnung.«
Tania Martini, literataz

»In einem leichten und unprätentiösen Ton schafft er es, dem Leser die Entstehung eines Kunstwerks so nahezubringen, dass man meint selbst dabei gewesen zu sein. Nach dem Tod Freuds wirkt dies wie ein literarisches Denkmal. Aber es ist viel mehr als das: Es ist ein ganz großes Buch über die Kunst!«
Christoph Hartner, Kronen Zeitung

»Martin Gayfords […] Tagebuch Mann mit blauem Schal. Ich saß für Lucian Freud zeigt uns einen großen Künstler vor der Leinwand tänzelnd, gestikulierend und mit sich selber redend. Ein Meisterwerk im doppelten Sinn: meisterhaft geschrieben und ein aufschlussreiches Werk über einen wahren Meister.«
Knut Cordsen, B5 aktuell

»Der englische Kunstkritiker Martin Gayford [hat] ein wunderbares Buch darüber geschrieben, wie das war, als Freud ihn malte. Wie einzigartig, hochinteressant, manchmal auch zermürbend. […] Man darf, muss aber kein Kunst-Aficionado sein, um dieses Buch zu verschlingen.«
Züritipp im Tages-Anzeiger

»Nicht nur für Leser, die sich für Kunst und Malerei interessieren, ist dieses Buch zu empfehlen […] Faszinierend sind die Einblicke in den Künstleralltag, in das Atelier, in das Umfeld des Malers. […] Ein schönes Buch, in dem man auch gern wegen der verschiedenen farbigen Abbildungen und Fotografien – hauptsächlich von Lucian Freuds Werken – blättert.«
Schreiblust

»Sieben Monate lang, zwei bis drei Mal pro Woche, stets im selben Jackett und immer einen blauen Schal um den Hals: So saß der britische Kunstkritiker und Autor Martin Gayford im Jahr 2004 dem 2011 verstorbenen Maler Lucian Freud Modell. […] Seine Erfahrungen fasste Gayford in einem Tagebuch zusammen, Mann mit blauem Schal (Piet Meyer Verlag), das er in Wien präsentierte.«
Eva Stanzl, Wiener Zeitung

»Die detailgenaue Beobachtung vom ersten Kohlestrich bis zum fertigen Porträt lässt den Maler aus einem neuen Blickwinkel erleben. Am Ende entstanden zwei Porträts, ›gnadenlos intim‹, wie Gayford auch die gemeinsame Zeit bezeichnet.«
Weltkunst


Weitere Stimmen:


»Einmalig schön, einmalig spannend, einmalig faszinierend!!!! 100 von 100 Punkten und absolute Leseempfehlung für Kunstfreaks, für Biografieliebhaber und einfach für neugierige Menschen, die abwechslungsreich und inhaltlich wertvoll unterhalten werden möchten!!!«
Heidi Zengerling, Kundenrezension amazon

»Das Buch ist wahnsinnig augenöffnend der Kunst gegenüber.«
Gisbert von Knyphausen, Spiegel

»Nahe, unverstellte und hochinteressante Einblicke in Freuds Arbeitsweise, Beobachtungsgabe und Gedankenwelt, erzählt anhand der langsamen Entstehung eines Bildes über Monate. Ein seltener Glücksfall von einem Buch über Kunst.«
Quint Buchholz, mundus

»Ich liebe Gayfords Blauer Schal – ein wunderbares Buch!«
Renate Gruber, Köln

»Martin Gayfords Tagebuch […] öffnet die Augen dafür, dass der unbekannte Kontinent manchmal gleich um die Ecke liegt: in der Fabriketage, wo der Maler sein Atelier hat.«
Uwe-Jens Has, Kundenrezension amazon

»Lese-Empfehlungen aus bekannten Buchhandlungen: Martin Gayford, Mann mit blauem Schal. Ich saß für Lucian Freud. Ein Tagebuch.«
Marina Krauth (Buchhandlung Felix Jud, Hamburg), Philosophie Magazin

»Super Buch, jede Seite ist ihr Geld wert!!!«
Anneliese Thiemann, Kundenrezension amazon


Pressestimmen zur englischen Originalausgabe:


»Gayford's Man with a Blue Scarf is a narrative of a single episode: his seven-month sitting for the picture of his title. Structured like a journal, with each entry amounting to a kind of brushstroke, it is one of the best books about art, and the making of art, that I have ever read. While Freud studies Gayford, Gayford studies Freud; as the portrait builds on the easel, so it does in the text. The actual process of posing Gayford wittily describes as ›somewhere between transcendental meditation and a visit to the barber's‹. […] Gayford provides an intense account of an intense process, of how art is made by a mixture of instinct and control, eye and brain, of nerves, doubt and constant correction.«
Julian Barnes, London Review of Books

»Von der ersten bis zur letzten Seite faszinierend: Seit langer Zeit eines der besten Bücher über das Malen.«
Another Magazine

»Ein Buch über Kunst wie kein anderes!«
Daily Mail

»Außergewöhnlich […] packend […] ein Muss!«
Artist

»Mann mit blauem Schal […] literarisch kaum zu überbieten […] niemand hatte bislang eine solche Chance […] das Buch enthält eine Menge, von dem Kritiker und sogar Literaten lernen können. Ein großer Wurf.«
The Guardian


Aus dem Englischen
von Klaus Binder und Kay Heymer
136 Seiten
55 Abbildungen, davon 40 in Farbe
Hardcover mit Schutzumschlag
KapitaleBibliothek Nr. 3
Format 16 × 25 cm
ISBN 978-3-905799-10-1
€ 28.40 [D] / € 29.20 [A] / CHF 32.00

Michael Peppiatt:

Gespräche in der Nacht

Francis Bacon über seine Arbeit


Francis Bacon war eine merkwürdige Erscheinung: ein Künstler, der immerzu sagte, man könne nicht über Malerei reden – und es doch immer wieder, auch mit wechselnden Gesprächspartnern, neu versuchte. Michael Peppiatt war 30 Jahre lang enger Freund und Gefährte des Malers. Er hat die wichtigste Biografie über ihn verfasst. Wir legen hier zum ersten Mal die Gespräche auf Deutsch vor, die er mit Bacon über eine Zeitspanne von 26 Jahren geführt hat.

Vervollständigt wird die Publikation durch zwei – ebenfalls erstmalig auf Deutsch erscheinende – Texte des Autors, die sich mit »Francis Bacon an der Arbeit« und der Bedeutung, die van Gogh als eminentes Vorbild für den englischen Künstler besessen hat, auseinandersetzen.

Es geht dabei immer um Arbeit: um Fragen der Methodik, Disziplin, Konzentration und Inspiration, um Fragen nach der Aneignung fremder Stoffe oder – logischer Referenzpunkt jeder Debatte – um die ideale Arbeitsstätte. Deshalb sind dem Band zahlreiche, manchmal verblüffende Werk- und Atelieraufnahmen in Schwarz-Weiß und Farbe beigegeben, welche diesen Umkreis in augenfälliger Weise illustrieren.

Zum Autor: Michael Peppiatt (geb. 1941) ist Ausstellungskurator, Kunstkritiker und Verfasser zahlreicher Bücher. Er gilt als wichtigster Biograf von Francis Bacon. Sein Hauptwerk: Francis Bacon. Anatomie eines Rätsels ist im DuMont Buchverlag in Köln (2000) erschienen. Er lebt in London und Paris.


Pressestimmen:


»Für anregende Sommerabende empfiehlt sich in diesen Tagen ein soeben im Piet Meyer Verlag in Bern erschienener Band. […] Selten fesselt ein Kunstbuch so sehr wie dieses, und so ist’s kein Wunder, dass die Lektüre im Spannungsfeld einsamer Arbeit im Atelier und großzügiger, ausufernder Feier in der nächsten Bar, wo echte und vermeintliche Freunde auf Bacon warteten, rauschhaft ausfällt. Wetten, dass Sie das Buch erst nachts aus der Hand legen, wenn Sie es komplett gelesen haben?«
Karlheinz Schmid, Informationsdienst Kunst

»Aus den Gesprächen, die der Kurator und Kritiker Michael Peppiatt mit dem Maler geführt und in einem hinreißenden Band dokumentiert hat, [entfaltet sich] ein lebendiges, aus langjähriger Vertrautheit genährtes Bild. […] Was das schöne Buch übermittelt, ist die ungeheure Anziehungskraft eines Werkes, dessen Exzessivität aus der Disziplin geboren ist.«
Beate Söntgen, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Das Buch Gespräche in der Nacht ist überraschend und steckt voller Liebe, Respekt und Hingabe an die Person Francis Bacon. […] Allein [die] Bildserie und der Essay über Francis Bacon und Vincent van Gogh lohnen schon die Anschaffung.«
Christiane Geldmacher, culturmag.de

»Ein Buch für glühende Bacon-Verehrer.«
Jens Hinrichsen, monopol

»Ohne einmal mehr das romantische Klischee vom getriebenen Künstler zu strapazieren, führt Peppiatt in seinen Essays über Bacon die Kreativität des Malers auf dessen tiefe innere Zerrissenheit zurück. […] Diese Gespräche in der Nacht aus den Jahren 1963, 1987 und 1989 liegen nun erstmals in deutscher Übersetzung vor – in einem schön gestalteten und reich bebilderten Band.«
Marion Lühe, Die Welt

»Bacon erläutert […] freimütig und präzise, worum es ihm geht in seiner Malerei, wie er arbeitet, welche inneren Eindrücke ihn leiten und wie Planung, Zufall und Intuition zusammenwirken. […] Eine schöne und lohnenswerte Lektüre – und ein auffallend schön gestaltetes Buch.«
Eva Hepper, Deutschlandradio Kultur

»Der edel gestaltete Band Gespräche in der Nacht von Michael Peppiatt, dem bedeutendsten Biografen des Künstlers [ist] ein schön bebilderter, kluger, informativer und flüssig geschriebener Beitrag zur Bacon-Literatur.«
Egbert Hörmann, Siegessäule

»Michael Peppiatt reicht seiner gewichtigen Bacon-Biografie nun diese Gespräche in der Nacht nach, in denen man manches über die kreativen Zustände im Atelier des Künstlers oder auch seine geistige Nähe zum Vorbild van Gogh erfährt.«
Wolf Ebersberger, Nürnberger Zeitung

»Francis Bacon […] hatte immer wieder betont, dass es sich über Malerei unmöglich reden lasse. Dass er es trotzdem tat, […] belegt der kompakte und mit großer Sensibilität verfasste Band, des Kritikers und Bacon-Biografen Michael Peppiatt.«
Züritipp im Tages-Anzeiger

»[Der] sorgsam editierte Band […] enthält außer drei Interviews auch einen Essay und Erinnerungen des Herausgebers, der den Maler 1962 als Student kennenlernte und 30 Jahre mit ihm befreundet war.«
art

»Bei Piet Meyer sind Peppiatts Gespräche in der Nacht mit Francis Bacon erschienen. Gespräche also, die er nach Sauf- und Spieltouren durchs nächtliche London mit Bacon und dessen Entourage mit dem Künstler führte, der nicht müde wurde und nicht schlafen konnte, der sich nach diesen Gesprächen noch hinstellte auf den Boden des Ateliers und neue Bilder schuf. Peppiatt beschreibt, wie Bacon auf seine Bilder zuging und wieder von ihnen zurücktrat und dabei auf den Boden sah und die Zeitungsfotos, den alten Schuh, den zerknäulten Pullover wahrnahm und wie diese Dinge eingingen in seine Bilder, meist nur in einer Spur, in einer schmutzigen Farbnuance oder in einer schmerzenden Verrenkung, eingingen. Bacon nannte den Atelierboden ›meinen Komposthaufen‹. […] Er wusste, wie sich dort alles zersetzte, aber – wichtiger noch –, er wusste auch, wie sehr er das brauchte, wie angewiesen er darauf war, dass er sein Leben, seine Geschichte zertrat. Peppiatt schreibt: ›Auch wenn es naiv wäre zu denken, dass er gezielt Ideen daraus zog, so erzeugte dieses Durcheinander doch eine Atmosphäre visueller Erregung, in der sich Unvereinbares paarte und der Zufall Verbindungen schuf, und das wiederum stimulierte das Stakkato seiner Attacken auf die Leinwand.‹ Es ist undenkbar, dass es sich nur um ein visuelles Erlebnis handelte.«
Arno Widmann, berliner-zeitung.de und fr-online.de

»Durch die Publikation ist das 1984 als Essay für die schweizerische Zeitschrift Art International entstandene Porträt des Künstlers wieder zugänglich. Peppiatt hat es ergänzt um Atelierpraktiken und Techniken, die Bacon zeitlebens zu verbergen trachtete und über die er niemals sprach.«
Helmut A. Müller, artheon

Aus dem Französischen
von Isolde Schmitt
Nachwort von Herbert Molderings
344 Seiten
30 Abbildungen, davon 6 in Farbe
Hardcover mit Schutzumschlag
KapitaleBibliothek Nr. 2
Format 15 × 22,7 cm
ISBN 978-3-905799-07-1
€ 26.50 [D] / € 27.30 [A] / CHF 29.00

Lydie Fischer Sarazin-Levassor:

Meine Ehe mit Marcel Duchamp

Memoiren


Marcel Duchamp (1887–1968), Künstler, Dadaist und notorischer Junggeselle, der ein Leben lang explizit, stolz und vehement seine Freiheit von jeglichen familiären, philosophischen, moralischen, ideologischen, religiösen, künstlerischen, politischen oder anderweitigen Bindungen deklarierte, wagte 1927 das Experiment: Er heiratete Lydie Sarazin-Levassor, junge Pariserin aus großbürgerlichem Milieu. Sein Freund Francis Picabia war Trauzeuge, Man Ray hielt die kirchliche Trauung auf Film fest. Nach 7 Monaten wurde das Experiment allerdings für gescheitert erklärt und die Ehe wieder aufgelöst.

50 Jahre später hat Lydie Fischer (1903–1988) ihre Erinnerungen an diese kurze, für sie äußerst turbulente und auch schmerzhafte Zeit festgehalten, die gemeinsamen, dadaistisch witzigen Abende mit Picabia und Ray wie auch die vielen Begegnungen mit Kiki de Montparnasse, Constantin Brancusi, Jean Cocteau, Robert Desnos, Jacques Doucet und anderen Persönlichkeiten sowie natürlich ihre ersten Liebeserfahrungen mit dem ›beau galant‹ beschrieben – alles ohne Ressentiments oder Rachegefühle. Dieses erstaunliche Dokument blieb merkwürdigerweise jahrzehntelang unpubliziert.

Wir legen es nun in deutscher Übersetzung vor, zusammen mit einem höchst informativen Nachwort des großen Duchamp-Spezialisten Herbert Molderings. Diese kurze Ehe-Episode wird nämlich seit Jahrzehnten in fast allen Duchamp-Biografien entweder ganz unterschlagen oder aber nur äußerst kursorisch am Rande behandelt. Dabei wirft sie relevante Fragen auf. Weshalb ließ sich der wendige, hochcharmante und intelligente Künstler, der sich mit seiner (heute weltberühmten) Liebesallegorie Die Braut, von ihren Junggesellen nackt entblößt, sogar in der Kunstwelt eben einen Namen gemacht hatte, auf dieses Experiment überhaupt ein? Was trieb ihn? War es nur frivol experimentelles Spiel? Was waren seine Absichten, Erfahrungen, sein Selbstverständnis dabei, was seine Schlussfolgerungen daraus? Erinnerungen und Nachwort werfen ein gänzlich neues Licht auf den Jahrhundert-Künstler.


Pressestimmen:


»Gemeinhin sind die Reminiszenzen von Frauen (oder auch Männern), die von artistischen Superstars hinter sich gelassen wurden, bestenfalls amüsant oder dem Voyeurismus genehm. Das ist anders im Fall der Lydie Fischer Sarazin-Levassor. […] [Ihr] Bericht ist […] so lesenswert, weil sie nicht späte Rache übt. Sie nimmt vielmehr alles Verkennen auf ihre eigene Kappe; ein ganz unverstelltes, gerade deshalb hellsichtiges Erinnerungsbuch.«
Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Der Titel ist Programm, das turbulente Begegnungen mit Cocteau bis Man Ray beinhaltet. Witzig neue Infos!«
Format

»Und wer hätte gedacht, dass der stets korrekt gekleidete Künstler eine Abneigung gegen Unterwäsche hegte?«
art

Aus dem Englischen von Klaus Binder
mit einem Vorwort von Arthur C. Danto
232 Seiten
74 Abbildungen, davon 24 in Farbe
Hardcover mit Schutzumschlag
KapitaleBibliothek Nr. 1
Format 15,4 × 23,4 cm
ISBN 978-3-905799-06-4
€ 23.30 [D] / € 24.00 [A] / CHF 26.00

Mary Ann Caws:

Pablo Picasso – »Malerei ist nie Prosa«

Ein Porträt



Es ist höchste Zeit, einen frischen Blick auf das Jahrhundertgenie zu werfen. In den letzten Jahren sind sehr wichtige Forschungsergebnisse zu den unterschiedlichsten Einzelaspekten in Leben und Werk des spanischen Künstlers vorgelegt worden, sodass eine flüssig zu lesende Überblicksschau heute mehr denn je nottut.

Genau das leistet hier Mary Ann Caws, die Grande Dame der amerikanischen Surrealismusforschung. Sie ist für diese Aufgabe prädestiniert. Denn sie gilt nicht nur als eine der weltweit besten Spezialistinnen auf dem Feld französischer Kultur und Literatur, sondern besitzt auch schriftstellerisches Talent: Sie hat – neben ihrer Hochschultätigkeit – Romane und Gedichte veröffentlicht, die in den USA auf viel Resonanz gestoßen sind. In ihrem Picasso-Buch konzentriert sich die Autorin auf das Netz der Beziehungen um den Maler, auf die Geliebten und Musen, auf die Familienangehörigen und Kinder, die Schriftstellerfreunde und Kunsthändler. So entsteht ein zeitgenössisches, sehr lebendig gezeichnetes Bild von Picasso, welches die Gewichte anders lagert, als dies bisher geschehen ist.


Pressestimmen:


»Hier ist ein überaus wichtiger Beitrag zu einem bisher vernachlässigten Aspekt zum Themenkomplex Picasso entstanden – nicht nur Kunstliebhabern zu empfehlen.«
Dominik Lepuschitz, European News Agency


Pressestimmen zur englischen Originalausgabe:


»Ein fabelhaftes Buch!«
The Art Newspaper

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