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Abdelkader Benali: Henri Matisse in Tanger

OT: Het blauw van de zee en het blauw van de stad
Aus dem Niederländischen
von Gregor Seferens
112 Seiten
Broschur
OffeneBibliothek Nr. 3
Format 12 × 21 cm
ISBN 978-3-905799-56-9
€ 18.00 [D] / € 18.50 [A] / CHF 20.00

Abdelkader Benali:

Henri Matisse in Tanger

Eine persönliche Spurensuche


Nach Tanger zog es schon viele Maler und Schriftsteller Europas. Eine Stadt, deren Gassen eng und schmutzig sind, eine Stadt, die sich Einheimische und Besucher gleichermaßen unterwirft. Abdelkader Benali lernt diesen Ort erstmals im Sommer 1998 als Sprachstudent kennen. Der 22-Jährige hat da in den Niederlanden bereits einen erfolgreichen Roman publiziert. Was ihn hergelockt hat, ist ein Bild von Matisse, das dieser zu Beginn des 20. Jahrhunderts in der Stadt am Meer malte. In einem marokkanischen Dorf geboren, war Benali als Kind mit seinen Eltern nach Rotterdam gezogen. Doch sein Besuch ist weniger eine Spurensuche in die eigene Vergangenheit als vielmehr die Selbstvergewisserung als Schriftsteller, der seine Sinne ganz für all die verwirrenden Eindrücke öffnet und es nicht versäumt, an die Tür von Paul Bowles zu klopfen.
Kreisend, mittels Rückblenden, Beobachtungen und Reflexionen nähert sich Benali wie ein Flaneur der Stadt Tanger als Erfahrungsraum an. Eugène Delacroix und der französische Reiseschriftsteller Pierre Loti zählten zu ihren frühen Besuchern. Gespräche mit einem befreundeten Maler bringen dem Autor Henri Matisse näher.
Das Blau des Meeres, das Licht, die koloniale Vergangenheit und jener unwägbare Raum zwischen Europa und Orient – all das fängt Benali in einem berückenden Mosaik ein. Seine poetische Sprache, die sinnliche Bilder mit klugen Aphorismen verbindet, entfaltet einen Sog, dem man sich schwer entziehen kann. Beim Zuklappen des Buches ist man bloß von einem Gedanken beherrscht: nach Tanger!

Zum 150. Geburtstag von Henri Matisse
am 31. Dezember 2019!



»Tanger ist die Stadt der Flaneure. Ich möchte Tanger à la Walter Benjamin, aus dem Blickwinkel des Flaneurs erkunden: als einer, der sich treiben lässt, sich verliert in der Stadt, verborgene Winkel entdeckt. Als einer, der Zeit und Raum entgrenzt. Ein Anti-Tourist. Ohne Story, ohne Ziel. Nur Bilder des Staunens. Und ich nehme den Zuschauer mit auf die Reise, zeige ihm meine Bilder von Tanger, alte Filmsequenzen aus dem Tanger der 1930er/40er/50er Jahre, daneben das Tanger von heute mit seiner Gewalt, seiner neuen Bevölkerung und seinem frischen Elan.«
Abdelkader Benali


4000 Exemplare der niederländischen Originalausgabe allein im Museumsshop des Stedelijk Museum in Amsterdam verkauft!



»Wer reich beladen nach Tanger kam,
dem wurde alles genommen.
Wer mit nichts nach Tanger kam, erhielt die Welt.«
Marokkanisches Sprichwort

Zum Autor:
Abdelkader Benali, geboren 1975 in Ighazzazen in Marokko, kam als Sohn eines berbersprachigen Gastarbeiters im Alter von vier Jahren nach Rotterdam. Für seinen ersten – auf Niederländisch verfassten – Roman Hochzeit am Meer (Original 1996, auf Deutsch bei Piper 1998) gewann er zahlreiche Preise in Holland und Frankreich. Das Buch landete in den niederländischen Bestsellerlisten und wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt. Er schreibt nicht nur Romane, Theaterstücke, Essays und Reportagen, sondern auch regelmäßig Artikel für Zeitungen, so auch für die Neue Zürcher Zeitung. Er lebt mit seiner Frau und zwei Kindern in Amsterdam.


Pressestimmen:


»1912 reiste der Maler Henri Matisse zusammen mit seiner Frau nach Tanger. Voller Sehnsucht nach Sonne und Licht! Doch in Tanger regnete es. Tagelang schaute Matisse trüb aus dem Hotelzimmerfenster. Aber malte dann doch noch: ein wasserblaues Bild, ein Blick aus dem Fenster auf die dahinterliegende anglikanische Kirche.
Dieses Bild landete 1996, fast ein Jahrhundert später, auf dem Cover von Abdelkader Benalis Debütroman Hochzeit am Meer. Und es ließ Benali, der selbst aus Marokko stammt und als Kind in die Niederlande kam, nicht mehr los. Mit Matisse im Kopf begab er sich auf Spurensuche, reiste nach Tanger, und er schrieb uüber seine Reiseerlebnisse. Herausgekommen ist ein sehr lebendiger Essay, den ich hier kurz empfehlen moöchte. Er changiert zwischen intuitiver Kunstreflexion, vorsichtiger Heimatsuche und touristischer Abenteuerlust. Ziemlich überraschend übrigens, wie fremd so ein früher Migrant durch das Land seiner Herkunft laufen kann. Genau so fremd wie jedes andere Bleichgesicht! Deshalb reist Benali auch nicht allein, sondern zusammen mit Henri Matisse.«
Katharina Borchardt, SWR2 lesenswert Magazin

Pressestimmen zu Abdelkader Benalis Erstlingsbuch »Hochzeit am Meer«:


»Benali schreibt so rasant und wortschöpferisch, als gelte es, Joyce zu überjoycen und auch sonst alles über den Haufen zu schreiben, was seither verfasst wurde. Irrsinnige Schnitte, harte Schwenks: Abdelkader Benali erzählt schnell, lakonisch und brutal: eine komplexe Geschichte von der Begegnung zwischen Europa und Nordafrika.«
DER SPIEGEL

Francois Jonquet: Gespräche mit Gilbert und George

OT: Gilbert & George: Conversation intime avec François Jonquet
Aus dem Französischen
von Margret Millischer
272 Seiten
Broschur
OffeneBibliothek Nr. 2
Format 12 × 21 cm
ISBN 978-3-905799-55-2
€ 25.00 [D] / € 25.70 [A] / CHF 28.00

François Jonquet:

Gespräche mit Gilbert & George


Gilbert & George sind ein wandelndes Paradox. Ihre großformatigen, oftmals sexuell expliziten Fotoarbeiten provozieren vielfach, politisch bezeichnet sich das Künstlerduo jedoch als konservativ. Sie stellen sich auf ihren Bildern selbst dar und finden gerade darüber einen Zugang zur Gefühlswelt der Betrachter. Sie thematisieren Gott und die Welt, doch ihre Inspiration stammt allein aus dem Londoner Stadtteil Spitalfields, wo sie seit Jahrzehnten leben. Gilbert Prousch und George Passmore bilden privat und künstlerisch eine Symbiose. Als »lebende Skulpturen« erheben sie jeden Augenblick ihres Lebens in den Rang von Kunst. Was das genau bedeutet, vermittelt dieser Band auf kongeniale Weise. In den Gesprächen, die der französische Kunstkritiker François Jonquet Anfang der 2000er Jahre mit Gilbert & George führte, geht es um ihre Arbeitsweise, einzelne Werkreihen, ihr Verhältnis zum Kunstbetrieb oder »Glaubensfaschismus«.
Unterdessen offenbart sich die geballte Exzentrik ihres streng geordneten Alltags: Sie tragen die gleichen Anzüge, essen immer im gleichen kurdischen Restaurant zu Abend, sind immer einer Meinung. Junge Männer sind für Gilbert & George wie »Blumen«, Clochards bewundern sie für deren Blick aufs Leben, und einen gekreuzigten Christus finden sie schlimmer als ein Kreuz aus Exkrementen. Mit ihrem Slogan »Kunst für alle« lehnen sich Gilbert & George gegen eine Kunst auf, die nur von Eingeweihten verstanden wird.
Die Äußerungen dieser zwei zuvorkommenden Rebellen verblüffen immer wieder, was die Lektüre zu einem außerordentlich anregenden Vergnügen macht. Vor allem gelingt es Jonquet, den Lesern ein Universum zu erschließen, in dem Leben und Werk tatsächlich eins sind.

»Das Buch von François Jonquet ist das beste Buch, das je über uns erschienen ist!«
Gilbert & George

Zum Autor:
François Jonquet, 1961 in der Champagne geboren, war lange als Kunst- und Filmkritiker für Pariser Zeitungen und Magazine wie art press tätig. Zudem hat er zahlreiche Romane und fiktionalisierte Biografien über Personen aus dem Pariser Underground geschrieben. 1993 lernte er das britische Künstlerpaar Gilbert & George kennen, mit denen er mittlerweile eng befreundet ist. So entstand 2004 ein Gesprächsband, dessen englische Übersetzung ein Jahr später von Phaidon als opulentes Werk mit zahlreichen Abbildungen verlegt wurde. 2016 kam das Buch in Frankreich in erweiterter Fassung unbebildert neu heraus. Unsere deutsche Übertragung folgt dieser letzten Ausgabe. François Jonquet lebt in Paris und Berlin.

Pressestimmen zur französischen und englischen Ausgabe:


»Ein fesselnder Einblick in das alltägliche Mysterium dieser beiden Künstler. Die konsequente Höflichkeit der Künstler, ihre Rücksichtnahme auf andere und ihre Offenheit sind von unwiderstehlichem Charme. Insbesondere Jonquets gemeinsame Spaziergänge mit Gilbert & George durch ihr Viertel Spitalfields rücken das Werk in ein neues Licht.«
Metro London

»Ein sensationelles Buch! Jede Kunstliebhaberin, jeder Kunstliebhaber wird hier fündig.«
Annie Gouëdard

»Es gibt schon viele Bücher über dieses hintergründige, unabhängige Duo, doch keines ist so aufschlussreich wie dieser Gesprächsband eines jungen französischen Kunstkritikers, dem es während ihrer mehr als zehnjährigen Freundschaft gelungen ist, sehr persönliche Informationen über Gilbert & Georges Leben in Erfahrung zu bringen, durch die diese zwei Männer paradoxerweise menschlicher und zugleich noch mysteriöser werden ... Wohl kein Buch über zeitgenössische Avantgarde-Künstler ist so unterhaltsam, gut lesbar und witzig wie dieses.«
Art Quarterly

»Dieses Buch des französischen Kurators und Autors François Jonquet sollten Sie unbedingt lesen! Es bietet eine Fülle geistreicher Beobachtungen und Erkenntnisse über diese herausragenden Künstler.«
C. Collins


Paul Stoller und Cheryl Olkes - Im Schatten der Zauberer

OT: In Sorcery’s Shadow. A Memoir of Apprenticeship among the Songhay of Niger
Aus dem Amerikanischen von Kristian Lutze
Mit einem Nachwort von Michaela Schäuble
408 Seiten
31 SW-Abbildungen (+ 2 Karten)
Broschur
OffeneBibliothek Nr. 1
Format 12 × 21 cm
ISBN 978-3-905799-54-5
€ 25.00 [D] / € 25.70 [A] / CHF 28.00

Paul Stoller und Cheryl Olkes:

Im Schatten der Zauberer

Als Ethnologe bei den Songhai im Niger


Ethnologie ist – natürlich – eine Wissenschaft. In den Händen ihrer begabtesten Vertreter kann sie aber auch zur Kunst werden, ja, in Fällen wie diesem gar zu angewandter Kunst! Paul Stoller, der freche, afrikaverliebte amerikanische Kulturanthropologe, heute einer der renommiertesten Afrikanisten weltweit, wagte als junger Student in den 1970er und 1980er Jahren ein gefährliches Experiment. Er ließ sich in der westafrikanischen Republik Niger beim Volk der Songhai zum Zauberer ausbilden.
Er, der ihre Sprache von früheren Aufenthalten her kennt, lernt Zaubervokabeln und Geheimrezepte und nimmt an nächtlichen Ritualen teil. Drei Jahre lang geht alles gut. Doch eines Tages begegnet er einem mächtigeren Gegner, einer berüchtigten Zauberin. Sie greift ihn mit unbekannten Methoden an und verjagt ihn. Stoller fürchtet um sein Leben und verlässt fluchtartig das Land. In die USA zurückgekehrt, schreibt er gemeinsam mit seiner Frau dieses sensationelle Buch: Dokument einer seltenen Erfahrung und der Begegnung mit alter afrikanischer Wirklichkeit. Ein Bericht, der seinesgleichen sucht: informativ, spannend, atemberaubend; gegenüber den Menschen, von denen es berichtet, immer loyal; human, integer und mutig.
Zum ersten Mal auf Deutsch, mit (verblichenen) Fotos der beiden Autoren und mit einem informativen Nachwort der Professorin Michaela Schäuble, Direktorin des Instituts für Sozialanthropologie in Bern.

Zum Autor und zur Autorin:
Paul Stoller, 1947 in Washington, D.C. geboren, hat an mehreren Universitäten unterrichtet und ist derzeit Professor für Anthropologie an der West Chester University, West Chester, Pennsylvania. Er hat ein Dutzend (wunderbare) Bücher und zahlreiche Fachartikel veröffentlicht. Im Schatten der Zauberer aus dem Jahr 1987 ist sein erstes Buch und zugleich das erste, das auf Deutsch erscheint. Ethnografische Feldforschung betrieb Stoller vor allem in Westafrika und später in New York über westafrikanische Immigranten (Urban Anthropology). Er ist einer der angesehensten Afrikanisten seiner Generation, viele seiner Studien gelten mittlerweile als ethnologische Klassiker. Sowohl in den USA als auch in Europa wurde er mit zahlreichen Auszeichnungen bedacht.
Cheryl Olkes war seit ihrer Mitarbeit am vorliegenden Buch im fachethnologischen Bereich nicht mehr aktiv.

Pressestimmen:


Im Bann der magischen Kräfte
Bekenntnisse eines Ethnologen, der die Seiten wechselte: Paul Stollers Bericht von seinem Eintauchen in Leben und Denken der westafrikanischen Songhai.
»Der Wunsch, ein anderer zu sein, hat in der Geschichte der Ethnologie schon immer eine Rolle gespielt. Als heimliches Motiv liegt er auch der von Bronisław Malinowski in das Fach eingeführten ›teilnehmenden Beobachtung‹ zugrunde. Doch wachte die Zunft darüber, dass es die Forscher mit der ›Teilnahme‹ nicht zu weit trieben. [...] Das änderte sich jedoch mit der Kritik am Objektivismus herkömmlicher Feld-Monographien zu Beginn der achtziger Jahre. Verschiedene experimentelle Schreibweisen wurden erprobt. [...]
Zu den Meisterwerken des damals neu aufkommenden Genres der ethnografischen Bekenntnisliteratur zählt Paul Stollers 1987 veröffentlichtes Buch bei den Songhai im westafrikanischen Niger, bei dessen Abfassung ihm seine Frau Cheryl Olkes behilflich war. Der kleine Piet Meyer Verlag ist das Wagnis eingegangen, über drei Jahrzehnte später eine erste deutsche Übersetzung vorzulegen. Man kann ihm dazu nur gratulieren. Die Zeit konnte Stollers Buch nichts anhaben. Vielleicht liest es sich angesichts der radikalen Veränderungen, denen auch dieser Teil Afrikas seither unterlag, heute sogar spannender als früher.«
Karl-Heinz Kohl, Frankfurter Allgemeine Zeitung
Unter diesem Link finden Sie die vollständige Besprechung auf der Website von bücher.de: Im Bann der magischen Kräfte

»Dem Buch sind ein Songhai-Sprichwort und ein Zitat von Wittgenstein vorangestellt. Dies zeigt emblematisch auf, worum es in dem Buch geht: Um den Zusammenprall zweier Welten. Ein Bericht, der in seinem seltenen Erfahrungsgehalt und seiner literarischen Qualität seinesgleichen sucht.«
Max Rüdlinger, Schweiz am Wochenende

Alles nur Aberglaube? Die Lehrjahre bei einem Heiler haben unseren Afrika-Korrespondenten eines Besseren belehrt.
Im Buch Im Schatten der Zauberer beschreibt der Ethnologe Paul Stoller, wie er in Niger zum Magier ausgebildet wurde. Die Lektüre wirft unseren Korrespondenten auf seine eigenen Erfahrungen als Zauberlehrling zurück.
»Manchmal erscheint mir Coulibaly mitten in der Nacht und lässt mich seinen Groll spüren. Der afrikanische Heiler hat mich seinerzeit, als ich zum Thema Hexerei in Côte d'Ivoire und Mali forschte, in die Kunst des Orakels und das Erkennen von ›Hexen‹ eingeführt; vom Ethnologen wurde ich zu Coulibalys Assistenten, und schliesslich fand ich mich, ohne dass ich diese Rolle gesucht hätte, als Zauberlehrling wieder. Mein Lehrmeister Coulibaly Tiegnouma ist längst gestorben; aber noch immer ist er enttäuscht, dass ich seine Unterweisungen nicht weiter befolgte.
Meine ethnologische Feldforschung dauerte von 1997 bis 2000. Inzwischen habe ich mich weit von den damals erlernten Praktiken entfernt. Aber dann stiess ich auf ein Buch, das für mich wie eine Falltüre in eine Vergangenheit war, der ich jahrelang aus dem Weg ging. Ich stürzte erneut in die Abgründe des Okkulten. Im Schatten der Zauberer war das erste Buch des renommierten amerikanischen Ethnologen Paul Stoller und sein erstes, das nun auf Deutsch vorliegt. Der inzwischen 72-jährige Stoller gehört zu den Wegbereitern der sogenannten ontologischen Wende in der Ethnologie, und auch im Buch Im Schatten der Zauberer geht es um die grundlegende Frage, was überhaupt wirklich ist. In diesem Fall: Gibt es Magie und Hexerei tatsächlich – zumindest bei den Songhai in Niger, wo er in den siebziger und achtziger Jahren forschte?
Im Drama der Hexerei gibt es keine unbeteiligten Zuschauer und nichts Unverbindliches; die Rolle des Forschers, des Zaungastes ist inexistent.
Auch Stoller wurde nach und nach eingeweiht. Unsere Erfahrungen mit Magie, Hexerei und Heilung waren fast deckungsgleich, obwohl wir sie in verschiedenen Ecken Afrikas machten. Die verblüffende Ähnlichkeit zeigt auch, wie weit diese Phänomene in Afrika verbreitet sind, und zwar in ziemlich unterschiedlichen Gesellschaften. Eine Differenz besteht allerdings: Obwohl Stollers Expedition ganz wie meine in Krankheit, Panik und Flucht endete, praktiziert er im Gegensatz zu mir seine Kenntnisse bis heute, parallel zu seiner Karriere als Universitätsprofessor.
Krieg, nicht Esoterik
Das Problem bei der Forschung über Themen wie Hexerei und Magie ist, dass einem ziemlich bald signalisiert wird, man solle aufhören, Fragen zu stellen. Fragen, inklusive der möglichen Antworten, sind eine formalisierte Art, Unbekanntes in Bekanntes überzuführen, das Fremdartige und Irritierende auszulöschen. Eine Aneignung. Stattdessen wird einem nahegelegt, zu schweigen und einfach ›hineinzugehen‹; weil man so etwas wie Hexerei nie von aussen verstehen könne. [...]«
David Signer, Neue Zürcher Zeitung
Unter diesem Link finden Sie die vollständige Besprechung auf der Website der NZZ: Wer Magier wird, betritt das Reich der Angst

Pressestimmen zur amerikanischen Originalausgabe:


»Ein ganz außergewöhnlicher Forschungsbericht! Einmalig und fesselnd!«
Publishers Weekly

»Stoller und Olkes sind wunderbare Autoren. Sie schreiben exakt und lebendig, streckenweise gewinnt ihre Sprache geradezu poetische Qualitäten.«
Los Angeles Times

»Ein außergewöhnliches Buch! Hervorragend geschrieben, voll unglaublicher Geschichten, in denen Wissenschaft und Kunst miteinander verschmelzen. Für Laien genauso interessant wie für Anthropologen.«
L’Homme


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